Archiv der Kategorie: FC Bayern Geschichte

Hannover 96 – FC Bayern – Fußballgeschichte

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In der nunmehr über 118-jährigen Geschichte des FC Bayern gibt es Kontrahenten, bei welchen man ein halbes Buch über die bereits gespielten spannenden Duelle schreiben könnte und dann gibt es Vereine, die in der Nachbetrachtung der Duelle nur sehr wenig Eindruck hinterlassen haben. Zur zweiten Kategorie zählen die meisten der bislang 58 Pflichtspiel-Duelle mit H96. Dennoch gibt es auch zur morgigen Partie am 31. Bundesliga-Spieltag ein paar interessante Facts. Hannover 96 – FC Bayern – Fußballgeschichte weiterlesen

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Der FC Bayern in Augsburg – Fußball-Historie

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Nachdem Schalke 04 den Bayern am letzten Samstag durch seinen Sieg gegen den SC Freiburg die erste „Heimmeisterschaft“ seit 2000 nicht gegönnt hat, haben die Münchner morgen in Augsburg zum ersten Mal in dieser Saison die Möglichkeit, die sechste Deutsche Meisterschaft in Serie aus eigener Kraft zu gewinnen. Auch wenn dies schon wieder bei einem Auswärtsspiel der Fall wäre, hoffen alle, die es gut mit dem FCB meinen, natürlich, dass dies mit einem möglichst souveränen Sieg in der Fuggerstadt passieren möge. Der FC Bayern in Augsburg – Fußball-Historie weiterlesen

FC Bayern – BVB  – die Historie zum „Clásico“-Duell

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Heute Abend ist es wieder soweit: Der souveräne Tabellenführer der Deutschen Bundesliga und designierte Deutsche Meister 2018 trifft am 28. Spieltag auf seinen Dauerrivalen des letzten Vierteljahrhunderts, den aktuellen Tabellen-Dritten Borussia Dortmund. Sollte Schalke 04 sein Heimspiel gegen den SC Freiburg am Nachmittag nicht gewinnen können, dann wären die Bayern mit einem Sieg frühzeitig Deutscher Meister. FC Bayern – BVB  – die Historie zum „Clásico“-Duell weiterlesen

FC Bayern gegen HSV – der „Nord-Süd-Klassiker“

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Ist das morgige Heimspiel des FC Bayern am 26. Spieltag der Bundesliga das für längere Zeit letzte gegen den alten Rivalen aus Hamburg, den selbst ernannten „Bundesliga-Dino“? Die Tabellensituation – sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz – und vor allem der Negativtrend der Hamburger lassen diesen Schluss auf alle Fälle zu. Setzt sich morgen zudem die Pleitenserie des HSV bei den letzten Gastspielen in der Allianz Arena fort? Dazu ein Rückblick auf die jüngere und ältere Vergangenheit der Nord-Süd-Duelle. FC Bayern gegen HSV – der „Nord-Süd-Klassiker“ weiterlesen

Der FC Bayern im Breisgau – Fußball-Historie

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Übermorgen Abend tritt der FC Bayern zum Ausklang des 25. Bundesligaspieltags im Schwarzwald-Stadion beim SC Freiburg an. Hierzu ein Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Fußballgeschichte zwischen dem Sportclub aus Freiburg und dem FC Bayern. Obwohl das Freiburger Publikum in der Bundesliga eigentlich als vorbildlich fair gilt, kam es trotzdem einmal fast zum Eklat bzw. Spielabbruch. Der FC Bayern im Breisgau – Fußball-Historie weiterlesen

Geburtstagskind FC Bayern – Derbygeschichte

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Heute vor 118 Jahren wurde der FC Bayern von Franz John, dem ersten Präsidenten und Ehrenpräsidenten des Vereins, und ein paar anderen Fußballpionieren gegründet. Der 27. Februar, ein Faschingsdienstag im Jahr 1900, war aber nicht nur das Gründungsdatum des FC Bayern, sondern auch Spieldatum dreier (von insgesamt 204) Derbys gegen den TSV 1860. Gerade das letzte ist noch bestens in Erinnerung.

Seit dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Stadtrivalen am 21. September 1902, welches die Bayern auf ihrem Sportplatz in der Clemensstraße in Schwabing mit 3:0 gewannen, gab es offiziell insgesamt 204 Derbys zwischen Rot und Blau. 104 von diesen nicht selten hitzig verlaufenden Derbys konnten die Bayern für sich entscheiden, 51 endeten unentschieden und 49 gingen an den Lokalrivalen.

Interessanterweise fanden drei Lokalderbys an einem 27. Februar, dem Geburtstag des FCB, statt, welche allesamt vom Jubilar gewonnen wurden. In der gesamten Derbygeschichte gibt es nur ein Datum, an welchem es mehr Lokalderbys gab: Der 1. November mit vier Spielen.

Am 27. Februar 1916, mitten in den Wirren des 1. Weltkriegs, gewann der FCB auf seinem Sportplatz in der Leopoldstraße – dem ersten Fußballplatz in München mit (Holz-)Tribüne – mit 3:2.

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27. Februar 1944: Diesmal während des 2. Weltkriegs spielten die Bayern den TSV mit 7:1 an die Wand. Ein für diese Zeit sehr überraschendes Ergebnis, hatte doch der blaue Stadtrivale in jener düsteren Zeit ein wesentlich besseres Verhältnis zu den Machthabern als der damals als „Judenclub“ verunglimpfte FC Bayern.

Dieses 7:1 stellte übrigens den höchsten Derbysieg des FCB nach einem 7:0 am 3. Oktober 1909 dar, auch damals war der Sportplatz an der Leopoldstraße der Austragungsort. Am 6. August 1971 gab es noch einmal einen 7:1-Sieg des FC Bayern im Grünwalder Stadion zu bejubeln. Gleichzeitig war jenes Spiel das erste Live-Derby des Autors dieses Beitrags – eine schöne Erinnerung. 😉

Heute genau vor 10 Jahren, am 27. Februar 2008, fand das bislang letzte Derby der beiden Lokalrivalen statt (Amateurderbys seien hier außen vor gelassen). Es war das einzige Pflichtspiel-Derby der Rivalen in der Allianz Arena. Im Pokal-Viertelfinale der Saison 2007/08 genoss der Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern Heimrecht gegen den damaligen Zweitligisten 1860. Und weil der Pokal seine eigenen Gesetze hat, ging das Spiel – trotz großer Überlegenheit der Roten – in die Verlängerung, in welcher ein Foulelfmeter von Franck Ribéry in der 120. Minute die Entscheidung brachte. Es war ein äußerst hitziges Spiel, in welchem der damalige Bayern-Goalgetter Luca Toni in der 2. Halbzeit von einem gewissen Peter Gagelmann mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt worden war, in der Verlängerung teilten zwei Löwenspieler sein Schicksal.

Das Spiel vor 10 Jahren fand unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen der Polizei statt, vor allem deswegen, weil Bayernfans am Vortag das Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße, im Speziellen die Stehplatztribüne in der Westkurve unter der Anzeigentafel, optisch verschönt hatten. 😉

Bilder:

Choreografie Südkurve beim Derby am 27. Februar 2008.

Sportplatz des FC Bayern an der Leopoldstraße (1908-1920)

Bayern gegen Hertha BSC – Fußballhistorie

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Morgen Nachmittag trifft der souveräne Tabellenführer und designierte Deutsche Meister FC Bayern auf den Tabellen-Elften Hertha BSC Berlin. Dieser Tabellenplatz der „Alten Dame“ (1892 gegründet) spiegelt die Situation des Hauptstadtclubs seit vielen Jahrzehnten wider: Dominieren in vielen großen Fußballländern die Hauptstadtclubs die Ligen oder spielen dort zumindest eine wichtige Rolle, ist die Hertha in der Bundesliga doch so etwas wie die „graue Maus“ der Liga. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei der Betrachtung der Duelle zwischen Bayern und Hertha kaum spektakuläre Spiele in Erinnerung bleiben – mit ganz wenigen Ausnahmen.

Das erste Pflichtspielaufeinandertreffen der beiden Vereine gab es am 14. Januar 1967, als der spätere Pokalsieger FC Bayern in der 1. Runde des Wettbewerbs beim damaligen Zweitligisten Hertha mit 3:2 n.V. gewann. Auch das erste Bundesliga-Aufeinandertreffen gewannen die Münchner am 7. September 1968 im Grünwalder Stadion mit 3:0. Wieder ein gutes Omen, denn am Saisonende feierten die Bayern ihren ersten Bundesliga-Titel.

Die Gesamtbilanz der Duelle der beiden Vereine geht – nicht überraschend – ganz klar zugunsten des FCB aus: In 71 Spielen (65 Bundesliga, 3 DFB-Pokal, 3 Ligapokal) gewann er 41mal, 18 Partien gingen unentschieden aus und die Berliner gewannen 12mal – dies bei einem Torverhältnis von 169:86.

Von den bisherigen 32 Bundesliga-Heimspielen verloren die Bayern ganze zwei, das letzte Mal vor über 40 Jahren, am 29. Oktober 1977, mit 0:2 im Münchner Olympiastadion. Die letzte Niederlage überhaupt gegen Hertha liegt auch bereits über 9 Jahre zurück: 1:2 am 14. Februar 2009 im Berliner Olympiastadion.

Gegen DIE „graue Maus“ der Liga gab es auch nur selten Heimspiele mit einem wirklichen Erinnerungswert. Da fällt einem wohl am ehesten noch der sportlich bedeutungslose 7:4-Heimsieg am letzten Spieltag der Saison 1975/76 ein. Die Bayern führten am 12. Juni 1976 bereits zur Halbzeit mit sage und schreibe 6:0. Gerd Müller brachte sein Team zwischen der 3. und 31. Minute mit 4:0 in Führung und mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 7:2 schnürte er seinen vierten und damit letzten Fünferpack in der Bundesliga – ein einmaliger Rekord.

Einen wirklich großen Erinnerungswert, leider einen sehr negativen, hat wohl nur das Auswärtsspiel der Saison 1974/75: Die satten Bayern, Titelverteidiger, amtierender Europapokalsieger und mit zahlreichen aktuellen Weltmeistern angetreten, spielten nach 1977/78 und 1991/92 ihre drittschlechteste Bundesligasaison. Am 19. Spieltag, dem 1. Februar 1975, traten sie beim späteren Vizemeister der Saison 1974/75 an und verloren sang- und klanglos mit 1:4. Durch die Niederlage rutschten die Bayern auf den 14. Tabellenplatz ab, nur fünf Punkte vom 16. Platz, damals ein direkter Abstiegsplatz, getrennt. Franz Beckenbauer schoss mit einem Eigentor die Hertha mit 1:0 in Führung, sein zweites Eigentor in zwei Bundesligaspielen in Folge.

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Die Bayern traten damals in Berlin derart desolat auf, dass der Hertha-Präsident Klotz nach dem Spiel bemerkte: „Man kann auch mit Franz Beckenbauer absteigen“. Das taten Franz & Co. aber nicht, stabilisierten ihre Leistungen ein wenig und standen zum Saisonende als erneuter Europapokalsieger  der Landesmeister auf einem 10. Tabellenplatz.

Bilder: AZ München; eigenes Archiv