FC Bayern bucht Champions League Achtelfinale

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2:0 gegen den griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus – endlich wieder ein „zu Null Spiel“.

Robert Lewandowski (wer sonst?) zum 1:0 und Ivan Perisic kurz vor Schluss, nicht einmal eine Minute nach seiner Einwechslung, machen die Bayerntore.

Dominanz total: 27:3 Schüsse (11:0 aufs Tor); 70% Ballbesitz; 14:1 Ecken.

Aktuell „beste CL-Vorrunden-Mannschaft“ mit 12 Punkten und 15:4 Toren (nur PSG weist ebenfalls 12 Punkte auf).

Kommen wir zum Negativen des Abends:

Piräus war ein allenfalls zweitklassiger Gegner. Solche Teams hat man in den vergangenen Jahren durchaus mit 4-5 Toren aus der Arena geschossen.

Im unbedingten Willen, endlich wieder einmal zu Null zu spielen, wählte der Interimstrainer Hansi Flick eine doch sehr „hemdsärmlige Variante“ im Mittelfeld. Auch wenn Thiago und Coutinho zuletzt nicht geglänzt haben, fehlte der Esprit zumindest eines der beiden Edeltechniker.

Viele Spieler wirkten gehemmt und sind nach wie vor meilenweit von ihrer Bestform entfernt. Spielerisch sicherlich keine Verbesserung oder gar „Befreiung“ nach dem Kovac-Abgang!

„Tradition der späten Einwechslung“: Wie Niko Kovac wechselte auch Flick erst sehr (zu) spät in der absoluten Schlussphase des Spiels, obwohl dem Spiel größtenteils die zündenden Ideen fehlten. Coutinho kam tatsächlich erst in der Nachspielzeit und zeigte sofort, wie stark er technisch ist und dass er „absolut Bock“ hat. Allerdings waren zu dem Zeitpunkt alle anderen schon im Verwaltungsmodus.

 

PS: Am Samstag gegen den BVB ist eine 100%ige Steigerung nötig, damit die drei Punkte in München bleiben.

 

7 Kommentare zu „FC Bayern bucht Champions League Achtelfinale“

  1. Ich weiß auch nicht, was ich von dem Spiel halten soll. Klar sind die Punkte das was zählt. Aber nach einem Trainerwechsel, den viele irgendwie erwartet hatten, hätte man schon einen etwas entfesselteren FC Bayern erwarten können.

    Mich hat es gefreut, dass Phonzy (wieder mal) durchgespielt hat. Sicherlich sollte er mittelfristig im Sturm aufgestellt werden. Aber um so interessanter ist doch seine aktuelle Position. Erstens spielt er als Linksfuß links, was unserer chronisch rechtsfußlastigen Mannschaft nur gut tun kann. Zweitens ist es vielleicht für seine Entwicklung besser, wenn er nicht ganz so im Blickfeld steht, tendenziell mehr Bälle bekommt, tendenziell mehr Pässe spielen soll, zwingend den Kopf oben haben muss, ohne wie ein Stier ins Eins gegen Eins zu gehen und so Übersicht und Zusammenspiel trainiert. An sich eine geniale Idee unseres Trainerteams …

    1. Ich finde, dass Phonzie (ich biete jetzt mal diese Variante an 😉 ) links hinten manchmal mental etwas überfordert wirkt.
      Mit seiner extremen Schnelligkeit läuft er dem Gegenspieler den Ball ab und muss dann mit dem Rücken zum Spielfeld eine Lösung finden. Als ursprünglich offensiver Mann hat er zunächst einige Male die Risikovariante genommen, zuletzt eher die Variante „Gaaanz sicher“. In beiden Fällen landet der Ball beim Gegner – wobei die sichere Variante – Einwurf Gegner – wohl die bessere ist. Dementsprechend hat er sich verbessert. Erfahrene Leute finden da aber bessere Lösungen.

      Ich gehe jetzt aber trotzdem davon aus, dass die FCB-Trainer nicht ganz dumm sind … 😉 Vlt. ist er ja wirklich auch DIE zukünftige Lösung für links hinten. Was aber dann mit Alaba machen – die defensive Position links hinten ist seine mit Abstand beste Position. Nix Sechser (oder sogar noch weiter vorne wie bei Felix Austria) und schon gar kein IV!!!

  2. 100% Übereinstimmung mit Deiner Analyse!
    Grundsätzlich bedenklich ist zudem , dass Kimmich (obwohl er von vielen „Experten“ meiner Meinung nach fast chronisch zu sehr bejubelt wird…) zuletzt immer wieder mal recht fehleranfällig ist, Alaba fußballerisch (schon eine ganze Weile) stagniert, Martínez sichtbar an Tempo eingebüßt hat und Tolisso seit seiner schlimmen Kreuzbandverletzung sein ursprüngliches Niveau nicht mehr erreicht. Über Thiago habe ich mich an dieser Stelle schon geäußert: er ist für mich kein „Sechser“ und sein Spiel leider anfallsweise von einer atemberaubenden Schlampigkeit geprägt.
    Es gibt also leider noch eine ganze Reihe von Baustellen. Zum Beispiel endlich mal statt lauter „Achter“ mal einen richtigen, autoritären „Sechser“ verpflichten. Kimmich ist das für mich (noch) nicht, Martínez nicht mehr und Thiago nie gewesen. Diese Kaderplanung soll mir mal jemand erklären. Wie willst Du denn die Löcher in der Mitte sonst dicht kriegen? Der „Brazzo“ hat mich bisher als Sportdirektor alles andere als überzeugt. Kein Grund also für eine vorschnelle Beförderung zum Sport-Vorstand! Erst mal diese Kader-Unwucht (und noch ein paar Baustellen) beseitigen, dann kann man weitersehen. Was soll die Eile?
    Und zum Schluss: ich hätte Sanchez nie und nimmer weggehen lassen! Er täte dem inzwischen oft zähen Bayern-Spiel mit seiner urwüchsigen Wucht oft sehr gut. Aber da sind wir uns eh’ schon immer komplett einig gewesen.

    Go on Gradmesser!

    Beste Grüße von El Tren.

    1. Danke für den ausführlichen Kommentar, mein kolumbianischer Freund 😉 (dieses Mal sogar ausführlicher als der Originalbeitrag).

      Ja, über die Kaderzusammensetzung könnte man auch einiges schreiben. Die zentrale Position des Sechsers ist tatsächlich aktuell eine Schwachstelle – aber IMHO durchaus vom aktuellen Kader zu lösen.

      Eine andere Thematik (jetzt auch an Flick gerichtet): Warum spielen so viele Spieler auf „falschen Positionen“? Alaba IV (dann doch bitte Pavard noch lieber), Davies bleibt für mich nach wie vor ein Offensivmann … etc…

      1. Ja, Du hast recht: das wäre auch eine lohnende Diskussion!

        Bei Davies sind wir uns einig: er gehört nach links vorne. Ich wundere mich eh, warum immer auf den Bedarf an Flügelspielern hingewiesen wird, man sich angeblich (wer weiß ob’s stimmt…) mit einem Kauf des verletzten Sané beschäftigt und andererseits mit „Phonsi“ Davies eigentlich eine sehr interessante Lösung hätte….
        Pavard sehe ich auch lieber innen – vor allem sollte er sich mal auf einer Position einspielen dürfen. Die ständigen Rochaden sind nicht wirklich hilfreich (obwohl ich ihn am Mittwoch rechts trotzdem ganz gut fand…). Das gilt auch für Alaba, der schon links zuletzt immer wieder mal umher-irrlichtert und innen auch nicht sicherer wirkt…
        Aber es gibt noch viel mehr Möglichkeiten:
        Wie wärs mit Martínez als „falsche Neun“?
        Könnte Goretzka nicht auch IV?
        Wenn Thiago auf der „Sechs“ spielt, könnte Coutino dass doch auch (das Ergebnis wäre wahrscheinlich ganz ähnlich …).
        Neuer kann eigentlich eh alles…
        Bin echt mal gespannt auf die Aufstellung gg Dortmund am Samstag.

        Sorry, etwas zu defätistisch das Ganze – so gar nicht El Tren-like….

        Trotzdem optimistische Grüße!
        ET

  3. Erstaunlich kurz (für den Gradmesser 😉 😉 ), trotzdem sehr gut und präzise.

    Wie immer: Daumen nach oben!

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