Nach Liverpool – quo vadis FC Bayern?

Bayern nach Liverpool

Nach der erfolgreichen Aufholjagd in der Bundesliga und dem 0:0 an der Anfield Road fieberten der FC Bayern und seine Fans durchaus optimistisch dem Rückspiel gegen den LFC entgegen, um dann nach dem 1:3 am vergangenen Mittwoch frustriert die eigene Arena zu verlassen. Am Sonntagabend wurde beim 6:0 gegen den FSV Mainz 05 erfolgreich Frustbewältigung betrieben – und so tauchen nun Fragen auf wie: Ist der FC Bayern wieder zu stark für die eigene Liga, aber mittlerweile international zu schwach und welche Schlüsselrolle spielt dabei der Trainer Niko Kovac?

Der Spagat zwischen „wie halte ich die Bundesliga spannend und bleibe trotzdem international erfolgreich“ ist dem FC Bayern in dieser Saison scheinbar nicht gelungen. Zwar wurde die Langeweile der letzten sechs Bundesligaspielzeiten in dieser Saison durch eine bislang sehr spannende Meisterschaftsentscheidung ersetzt. Die Bayern mussten dabei sogar satte neun Punkte (und 17 Tore nach dem 13. Spieltag) auf Borussia Dortmund aufholen. Gleichzeitig schieden die Münchner aber in der Champions League so früh wie seit acht Jahren nicht mehr aus (2010/11 Achtelfinale nach einem 1:0 in Mailand und einem 2:3 zuhause gegen Inter).

Die einfachste Erklärung wäre wohl zu behaupten: Wer in der mittlerweile nicht mehr erstklassigen Bundesliga (im Vergleich zu England, Spanien und sogar Italien) nicht mehr souverän und dominant seine Kreise zieht, der hat auch in der Champions League keine Chance. Aber ganz so einfach möchte ich es mir nicht machen, zumal die Bayern die Bundesliga nach dem 12. Spieltag – 13 Siege in 14 Spielen und 45:10 Tore – in altbekannter Weise beherrscht haben.

Nach dem 6:0 gegen den VfL Wolfsburg am Wochenende vor dem Champions League Rückspiel gegen Liverpool tauchte für kurze Zeit sogar wieder der ominöse Begriff „Triple“ auf, spätestens seit Pep Guardiolas Zeiten das am heftigsten diskutierte Wort im Umfeld des FC Bayern. Nur vier Tage später, nach der Pleite zuhause gegen Klopps Truppe, wurde derselben Mannschaft komplett die internationale Klasse abgesprochen und das „endgültige Ende einer Ära“ verkündet. Der emotionale Fußball bewegt sich fast ausschließlich in Extremen.

Tatsächlich war vor allem die Art und Weise des Ausscheidens gegen den LFC enttäuschend. Nach einer insgesamt ausgeglichenen 1. Halbzeit und dem Ausgleich zum 1:1 wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff, welcher das Nervenkostüm der Engländer sichtbar stark belastete, gingen die Bayern mit viel Rückenwind in die Pause. Dieser wurde jedoch nicht wie erhofft und erwartet in die 2. Halbzeit transportiert, sondern ganz im Gegenteil: Bereits nach 10 Minuten der 2. Hälfte musste man sich die Frage stellen, welches Valium, welche „Passivitätstablette“ die Bayern wohl in der Halbzeitpause zu sich genommen haben müssen. Dennoch verpasste Robert Lewandowski in der 60. Minute nur ganz knapp das 2:1, welches zum Weiterkommen gereicht hätte.

Der Rest ist bekannt: Knapp zehn Minuten später köpfte der teuerste Verteidiger der Welt, der Niederländer Virgil van Dijk, nach einem Eckball zum (vor)entscheidenden 2:1 ein. Der Widerstand der Bayern war damit komplett gebrochen und Liverpool konnte in der Schlussphase fast mühelos auf 3:1 erhöhen.

Im Gegensatz zu Niko Kovac, der seinen Spieler nach dem Spiel („sie haben alles gegeben“) keinen Vorwurf gemacht hat und der vor allem auf die „enorme Qualität“ des englischen Meisterschaftsaspiranten hingewiesen hat, waren viele Fans beim frustrierten Abmarsch aus der Arena der Meinung, dass Liverpool nicht einmal eine besondere Leistung benötigt hätte und dies durch einen „Angsthasen-Fußball“ des FC Bayern begünstig worden wäre. Die Enttäuschung und Ernüchterung war riesengroß – Bayern international tatsächlich mittlerweile nur noch ein Zwerg?

Auch der Autor dieses Artikels schloss sich kurz dieser Meinung an und die Zweifel an Niko Kovac waren unmittelbar nach dem Spiel noch größer: Ist dieser Trainer, der Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison mit Konterfußball zum Pokalsieg (gegen Bayern!) geführt hat, tatsächlich der richtige, um die großen „Dominanz-Fußball-Bayern“ in den nächsten Jahren erfolgreich leiten zu können? Denn für den passiven, abwartenden, auf Konter ausgelegten Fußball, der gegen Liverpool wohl zum Erfolg führen sollte, ist der Bayernkader in keinster Weise geeignet und auch die Bayernfans, die Stadionzuschauer werden diese Taktik nicht annehmen.

Wollte Niko Kovac mit seiner gegen Liverpool gewählten Taktik vielleicht sogar demonstrieren, dass er aus den „Fehlern“ von Pep Guardiola gelernt hat? Gegen Real Madrid, Atletico, selbst zum Teil gegen Barcelona sind die Bayern bei ihren Champions League Auswärtsspielen feldüberlegen in Konter gelaufen …

Möglicherweise hatte der Bayern-Coach derartiges im Rückspiel gegen Liverpool tatsächlich im Hinterkopf. Nicht vergessen sollte man aber die Tatsache, dass die beiden entscheidenden Gegentore in München gegen Liverpool zum einen zwar Aktionen von absoluten Weltklassespielern waren, zum anderen aber auch durch gravierende Fehler in der Münchner Hintermannschaft begünstigt wurden. Und an dieser Stelle sind wir an einem Punkt angelangt, der mir persönlich zuletzt viel zu stiefmütterlich behandelt wurde: Die Bayern sind in das Rückspiel gegen den LFC mit einem sehr stark geschwächten Kader gegangen.

Der Weltmeister Corentin Tolisso fällt mit einem Kreuzbandriss, den er am 3. BL Spieltag gegen Leverkusen erlitten hat, quasi die gesamte Saison aus. Arjen Robben fehlt auch seit Ende November. In seinem bislang letzten Spiel, dem CL Gruppenspiel gegen Benfica Lissabon, zeigte er – fast schon tragischerweise – seine beste Saisonleistung.

Joshua Kimmich und Thomas Müller fehlten gesperrt gegen Liverpool.

Nicht zu vergessen: David Alaba und vor allem Kingsley Coman gingen nicht fit ins Achtelfinal-Rückspiel.

Wäre ein Großteil dieser Spieler in einem fitten Zustand und mit passabler Form zur Verfügung gestanden, wäre das Rückspiel möglicherweise etwas anders verlaufen und nicht unwahrscheinlich, dass auch Niko Kovac´ taktische Ausrichtung eine etwas andere – offensivere – gewesen wäre…  Jaja, hätte hätte …Fahrradkette. Aber im Fußball gibt es immer einige nicht kalkulierbare Komponenten – und jetzt mal wirklich ganz im Ernst: von den so häufig propagierten „Dusel-Bayern“ ist die aktuelle Mannschaft um Lichtjahre entfernt.

Die Europapokalbilanz der Bayern seit 2011: Finale – Titelgewinn – Halbfinale – Halbfinale – Halbfinale – Viertelfinale – Halbfinale. Ja, dagegen wirkt ein Achtelfinal-Ausscheiden tatsächlich wie ein „Versagen“. ABER: Vielleicht mit Ausnahme von 2016 (Weiterkommen gegen Juve in der Verlängerung) hatte der FCB in jenen sieben sehr erfolgreichen Jahren keinen Achtelfinalgegner, der wirklich eine Gefahr darstellen konnte (FC Basel; Arsenal; Arsenal; Donezk; Juventus; Arsenal; Besiktas). Dagegen war Liverpool immerhin im letzten Jahr im Finale, spielt seit gefühlt ewigen Zeiten seine beste Premier League Saison und wurde 2018 noch einmal erheblich aufgerüstet: Zur Erinnerung: Die Transferausgaben nur für die Herren van Dijk, Alisson und Fabinho summieren sich auf knapp 200 Millionen EURO. Dagegen schaffte es der FCB im Sommer 2018 doch tatsächlich keinen einzigen EURO in Spielertransfers zu investieren.

Zudem schieden im Achtelfinale der CL Saison 2018/19 mit Real Madrid, PSG und Atlético Madrid neben den Bayern auch noch ein paar andere Schwergewichte aus. Napoli qualifizierte sich nicht einmal für die KO-Spiele.

Vielleicht hat aber auch das zumindest ungewohnt frühe Ausscheiden des FCB einen positiven Nebeneffekt: Man stelle sich vor, die Bayern hätten „à la ManUnited“ die Hürde Liverpool übersprungen und wären über das „Freilos Porto“ wieder ins Halbfinale eingezogen. Alles alles wäre wieder gut gewesen! Und nein, dies trifft definitiv nicht auf die Saison 2018/19 zu. Im Sommer 2019 muss der Verein – wie bereits von Uli Hoeneß angekündigt – unbedingt massiv auf dem Transfermarkt tätig werden, aber auch „verdienteste Spieler“ wie Robben, Rafinha und auch Ribéry (sorry Franck!) in „FCB-Rente“ geschickt werden.

In der auslaufenden Saison kann eigentlich nur das Double das Ziel sein. Bayern ist in beiden Wettbewerben in der Pole Position bzw. der Favorit. Und dabei erhoffe ich mir auch von Niko Kovac, dass er etwas mutiger auf die jüngeren Jahrgänge setzt. Vor allem erhoffe ich mir in den nächsten Spielen, dass ein Renato Sanches – der Junge hat gegen Liverpool aufgrund seiner Dynamik tatsächlich am Schluss noch ein paar Akzente setzen können – regelmäßig auch über die volle Distanz zum Einsatz kommt. Um Missverständnissen vorzubeugen: Als regelmäßiger Besucher der Spiele der Bayern Amateure im Grünwalder Stadion, aber auch der U19 und U17 auf dem Campus spreche ich keineswegs von inflationären Einsatzminuten von Nachwuchskickern, die noch weit weg vom Profifußball sind. Neben Sanches und Davies könnte man aber Nachwuchsspielern wie dem Südkoreaner Jeong (19 Jahre) und dem Holländer Zirkzee (17) ein paar Einsatzminuten schenken. Oliver Batista-Meier (18), für mich der talentierteste von allen Nachwuchskickern fällt leider seit Monaten verletzt aus.

Egal, ob man diese Saison als „Ende einer Ära“ bezeichnen möchte: Das Double ist nun das realistische Saisonziel, gleichzeitig sollte man positiv nach vorne schauen, der (dezente) Einbau von jungen Spielern schon in der auslaufenden Saison und die vielleicht größten Transferaktionen seit 2007 sollten den FCB positiv gestimmt in die nächste Saison gehen lassen. Ob Niko Kovac wirklich langfristig der richtige Trainer für den FC Bayern sein kann, wird sich dann entscheiden.

22 Kommentare zu „Nach Liverpool – quo vadis FC Bayern?“

    1. Die Frage bleibt, ob man den richtigen Zeitpunkt dafür nicht schon verpasst hat. Letztes Jahr oder, mehr noch, vor zwei Jahren wäre es sicher einfacher gewesen, geeignete Spieler zu einem vernünftigen Preis zu finden.

      1. Wenn man dem Uli Glauben schenken kann, dann sind ja schon einige Kracher eingetütet. Lassen wir uns (positiv) überraschen 😉

        Wo man (im Bedarfsfall) auf alle Fälle den richtigen Zeitpunkt verpasst hätte, wäre in der Trainerfrage (wenn man zum Schluss käme, dass Niko Kovac doch nicht der richtige Coach ist) …

        Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt. Und als Bayernfans können wir doch seit Jahrzehnten eigentlich immer (zumindest dezent) optimistisch Richtung neuer Saison schauen …

        Jetzt aber zuerst bitte noch das Double einfahren! 🙂

        1. Ganz soooo optimistisch schaue ich im Moment nicht in die Zukunft Peter. Sicherlich erwartungsvoll, aber (noch) nicht optimistisch.

          Wichtig wäre es wirklich einen neuen Trainer inklusive Konzept (Ballbesitz + Vertikalität; am ehesten sehe ich da im Moment Rose) vorzustellen und dementsprechend einzukaufen.

          Holt man einfach nur neue Spieler, sehe ich kurzfristig eher schwarz…

        2. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der FC Bayern so dumm ist und seinen Kader mit teuren Spielern aufrüstet, mit denen dann der eigene Trainer aufgrund eines völlig anderen Spielsystems nichts anfangen kann… so etwas ist vlt. noch in den 1970 / 80er Jahren passiert … aber jetzt?

  1. Bei der Achtelfinal-Auslosung hatten wir in dieser Saison mit Liverpool im Vergleich zu den Saisons der letzten Jahre sicherlich kein Glückslos. Ajax hatte als Gruppenzweiter das eindeutig leichtere Los. Der berechtigten Kritik an dem Minikader müssen sich die FCB- Bosse eindeutig stellen. Dann im Winter noch einen echten Reservestürmer mit Sandro Wagner gehen zu lassen, ist sehr zu hinterfragen, wenn man doch mit dem Zoel angetreten ist, in den K.O.- Spielen sehr weit zu kommen. Zumal man zu dem Zeitpunkt ja bereits wusste, dass ein Müller nicht im Achtelfinale spielberechtigt sein wird. Auch das sich ein Robben schon mal längerfristig verletzten kann, war ebenfalls vorauszusehen (bei Ribery besteht auch immer ein ähnliches Verletzungsrisiko). Das wir im Gegensatz zur Vorsaison gegen Real in dieser Saison einen fitten Lewandowski in den K.O.- Spielen hatten, war zwar eine erfreuliche Basis, aber wenn der Rest der Mannschaft im Achtelfinal-Rückspiel nicht darauf ausgerichtet wird, Lewandowski geeignet in Szene zu setzen, ist das für mich eine klare Kritik am Trainer. Es ist zwar durchaus nachzuvollzeihen, dass Kovac im Rückspiel sein Team zu Beginn nicht ins offene Messer laufen lassen wollte, aber spätestens mit der euphorischen dazugewonnenen Kraft zum 1:1 hätte ein Strategiewechsel durch den Trainer erfolgen müssen.
    Die Personalie Renato Sanchez sehe ich skeptisch, der Junge hat sicherlich Talent zum Fussballspielen, aber mir fehlt einfach jegliches Feuer in seinen Augen und ein Siegeswille. Einen Siegeswillen hat für mich im aktuellen Bayern-Team nur noch Kimmich (und der war im Achtelfinal-Rückspiel leider gelb gesperrt). Auf Davies, Gnabry und Coman setze ich persönlich grosse Hoffnung und kann sie mir gut als Bausteine des zukünftigen Bayern- Teams vorstellen. Für die Defensive muss einiges an Geld in die Hand genommen werden. Genügende Geschwindigkeit sehe ich aktuell im Defensivbereich nur bei Süle. Kimmich spielt immer viel zu offensiv ausgerichtet und ist daher für mich zukünftig eher im Mittelfeld zu finden. Und die Trainer- Entscheidung Rafinha statt Boateng im Achtelfinal-Rückspiel ist leider ebenfalls sehr unglücklich. Wenn man schon 3 Wochen vorher weiss, dass die Abwehr mit dem Ausfall von Kimmich umgestellt werden muss, hätte der Trainer doch Zeit genug gehabt, eine stabile Hintermannschaft (vielleicht sogar eine 3er Kette) in den Bundesligaspielen zu testen.

    1. Ich stimme dir in all deinen Ausführungen zu, mit einer kleinen Ausnahme: Renato Sanches sehe ich persönlich wesentlich positiver. Aber er braucht meiner Meinung nach viel mehr in ihn gestecktes Vertrauen, um sich voller Selbstvertrauen entfalten zu können.
      Gerade in der z.T. gruseligen Hinrunde war er einer der ganz wenigen, der so etwas wie Feuer ausgestrahlt hat. Zu dem Zeitpunkt wiesen ihn die Statistiken auch als „besten Dribbler in den 5 europäischen Topligen“ aus … Warum wurde er von Kovac dann derart rasiert? )-:

        1. Da gehe ich auch mit 😉

          Exzellenter Petersgradmesser-Beitrag, sehr gute Ergänzung durch den Capi Tanum, „korrigiert“ bei Sanches …. Top 😉

  2. Sehr guter Beitrag (mal wieder der „beste“ im Netz 😉 😉 )!

    Es bleibt spannend, aber bzgl. Double und etwas weiterer Zukunft bleibe ich optimistisch.

  3. Das Ausscheiden gg Liverpool war verdient! Ärgerlich, dass die Bayern aus meiner Sicht nie wirklich „dran“ an dem Spiel waren. Aber jetzt muss der Blick nach vorne gehen. Die nächsten Monate und Jahre werden sehr spannend und ich freue mich auf die Zeit die jetzt kommt. Ich sehe es schon ein wenig so, dass eine „Ära“ zu Ende geht, die Mannschaft der 10er-Jahre, mit so prägenden Spielern wie Schweinsteiger, Lahm, Müller, Rib&Rob… diese Zeit ist vorbei. Aber das muss nicht heißen, dass die Bayern der Zukunft qualitativ schlechter sein müssen. Ob aber Kovac der richtige Trainer für einen Umbruch ist, wird sich zeigen. Ich persönlich habe da so meine Zweifel. Mir fehlt ein wenig die Persönlichkeit, das „Standing“, sowohl beim Trainer als auch bei dem ein oder anderen Leader in der Mannschaft, um in engen Spielen auf höchstem Niveau vielleicht noch das i-Tüpfelchen aus dem Team heraus zu kitzeln. Schaun mer mal wie es jetzt weiter geht.

    1. Natürlich ist Liverpool verdient weitergekommen, daran besteht wirklich kein Zweifel.

      Aber: „nie wirklich „dran“ an dem Spiel …“

      Das ist immer relativ: Nimmt z.B. Thiago die „Einladung“ von Firmino nach 10 min. an und verwandelt zum 1:0. Kommen die Bayern aus der Kabine, wie sie 15 min. vorher rein gegangen sind (auch hier im Beitrag völlig zu Recht erwähnt) … oder macht Lewandowski eben nach 60 min. das 2:1 ….

  4. Sehr schöner und äußerst reflektierter Beitrag Peter. Find ich super, dass du dir für deine Analyse einige Tage Zeit genommen hast.

    Nur eine Anmerkung zu dem Punkt mit den Ausfällen und nicht (ganz) fitten Spielern: Eigentlich musste das JEDEM im und um den Verein klar sein, dass man mit so einem Minikader (Atletico geht’s ähnlich) nicht in allen drei Wettbewerben bestehen kann.
    Dazu kommt dann auch noch, dass Niko seit der Krise im Herbst konsequent auf eine Stammelf gesetzt hat. Da wird’s natürlich noch etwas schwieriger, wenn dann mal Stammkräfte ausfallen oder eben nicht (ganz) fit in so ein Spiel gehen.
    Man verzeih‘ mir bitte… Aber dass ein Ribéry in so einem wichtigen Spiel von Anfang an spielt, ist schon grenzwertig, aber eindeutig der Kaderpolitik zuzuschreiben.

    Wie gesagt Peter. Ich find deinen Beitrag super. Aber wenn man eben von Ausfällen spricht, sollte man diesen Fakt immer im Hinterkopf haben. 19 Feldspieler für 3 Wettbewerbe ist ein (sehr schlechter) Witz.

    1. Danke Güno.

      Tatsächlich wollte ich diesen Beitrag schon letzte Woche schreiben (es hat einfach zu sehr unter den Fingernägeln gebrannt), dann habe ich mich aber bewusst für einen etwas späteren Zeitpunkt mit etwas mehr Abstand zum Geschehen entschieden.

      Mit dem Hinweis auf den „Minikader“ rennst du bei mir offene Türen ein. Siehe zuletzt:
      https://petersgradmesser.wordpress.com/2018/12/28/die-perspektiven-des-fc-bayern-fuer-2019/#more-2106
      Dort unter:
      „Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rückrunde“

      Das mit dem Minikader kritisiere ich seit Jahren. Wenn man aber die Aussagen von Uli H. zuletzt mitbekommen hat, sehen das er und der Verein (ganz) anders (Vlt. auch nur er 😉 ).

      Und ja: Ich war immer ein großer Ribéry-Fan (und bin es immer noch), aber bei so einem Spiel darf er nicht mehr in der Startelf stehen. Im Stadion haben wir (vor dem Spiel) darüber gesprochen: Wir waren der Meinung, dass eigentlich der zuletzt angeschlagene Coman hätte beginnen sollen – um dann nach 60, 70 min. eventuell von Froonck ersetzt zu werden. Was wäre gewesen, wenn der King noch einmal nach 5-10 min. hätte runter müssen (wie gegen die Hertha)?

      1. „Im Stadion haben wir (vor dem Spiel) darüber gesprochen: Wir waren der Meinung, dass eigentlich der zuletzt angeschlagene Coman hätte beginnen sollen – um dann nach 60, 70 min. eventuell von Froonck ersetzt zu werden.“

        Exakt dasselbe hatten wir im Stadion auch gesagt. 100% deckungsgleich. 😄

      2. „Wenn man aber die Aussagen von Uli H. zuletzt mitbekommen hat, sehen das er und der Verein (ganz) anders (Vlt. auch nur er 😉 ).“

        Was in Ulis Kopf seit seiner „Rückkehr“ abgeht, möcht‘ ich gar nicht wissen, ist aber sicherlich grenzwertig.
        Ich denke, er sehnt sich viel zu sehr nach der Vergangenheit. Vielleicht sollte ihm jemand einflüstern, dass die 90er, egal was er auch macht, frühestens in rund 70 Jahren wiederkommen. 😉😁

  5. Man muss halt auch anerkennen, dass sich dieses Jahr die neue Macht der Premierleague nach dem Milliardenfernsehdeal erstmals im Tableau wiederspiegelt. Da hätten auch ein Arjen Robben und ein Corentin Tolisso nichts ausrichten können. Dennoch hätte es immer noch eine Chance gegeben, wenn man vorne eine 9 drinstehen hätte, die auch einmal kaltschnäuzig eine fast nicht Chance verwandelt. Aber mit diesem ewigen nölenden Schönwetterfußballer , der super in 13 Spielen gegen Mainz 14 Tore schiesst, aber den komischerweise gar keiner kaufen will, wird das nichts mehr.

    1. Ein Arjen Robben und Coco Tolisso alleine nicht, aber zusammen mit einem fitten King Coman, einem fitten David Alaba und Joshua Kimmich und Thomas Müller …. und dann einer womöglich mutigeren taktischen Variante durch Kovac…. Liverpool war keineswegs übermächtig und in guter Form von den Bayern auf alle Fälle zu bezwingen.

      Zu Lewy (und nun auch in zunehmenden Maße Manuel Neuer): Für mich nicht nachvollziehbar, warum diese beiden absoluten Weltklassefußballer derzeit immer mehr in die Kritik geraten. Lewy ist der mit Abstand beste Bayernmittelstürmer nach Gerd Müller und am Mittwoch wurde er „dank“ der defensiven taktischen Grundausrichtung vorne im Sturmzentrum komplett isoliert und mehr oder weniger im Stich gelassen. Wenn du dann noch gegen Weltklasseverteidiger wie van Dijk spielen musst … dann gute Nacht.

      Lewy konnte / könnte sich jederzeit seinen Verein aussuchen: Aber bei einem Veto des FCB macht jeder Verein dieses Planeten einen Rückzieher. Und als Bayernfan bin ich sehr froh, dass er in München bleibt.

      Übrigens hat er zuletzt auch mit Recht darauf hingewiesen, dass er ab dieser Saison auch eine andere Rolle in der Mannschaft spielt. Dies spiegelt sich u.a. auch in wesentlich mehr Torvorlagen wider ….

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