Felix Zwayer muss gesperrt werden!

Zwayer_Skandal

 

Zugegeben: Wenn der eigene Verein von einer „Fehlentscheidung“ eines Schiedsrichters betroffen ist, dann reagiert man allergischer als wenn es um irgendeinen anderen betrogenen Verein geht. Diesen Beitrag hätte ich aber höchstwahrscheinlich auch geschrieben, wenn die betroffenen Vereine ganz andere gewesen wären – die gesamte Sachlage ist zu gravierend, um als „Fußballfan mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden“ einfach darüber hinweg zu schauen.

Wahrscheinlich muss man keinem deutschen Fußballfan, vor allem nicht denjenigen des FC Bayern, erklären, was am Samstagabend in der 94. Minute des DFB-Pokalendspiels zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern passiert ist: Beim Stand von 2:1 für Frankfurt tritt der Eintracht-Spieler Kevin-Prince Boateng dem Bayernspieler Javi Martinez bei dessen Ballannahme ca. neun Meter vor dem Eintracht-Tor in die Achillesferse. Der Berliner FIFA-Schiedsrichter Felix Zwayer entscheidet trotz bester Sicht nicht auf Foulelfmeter, sondern lediglich auf Ecke für den FC Bayern. Auch wenn es vielen Fußballfans nicht gefällt, wurde im deutschen Profifußball zu Saisonbeginn – vor allem diesen Fall betreffend – glücklicherweise der Videobeweis eingeführt. Denn so musste Schiedsrichter Zwayer sich auch noch „dieser Prüfung“ unterziehen.

Kein „Fußballfan“ konnte sich dann anschließend vorstellen, was einen international erfahrenen Schiedsrichter dazu bewog, dass er seine ursprüngliche eindeutige Fehlentscheidung nicht korrigierte und nach Ansicht des VAR auf Elfmeter für den FC Bayern entschied. Denn im Gegensatz zum Handspiel vor dem 2:1 für Frankfurt war diese Entscheidung eine ganz klare, sehr einfach zu treffende.

Die Münchner Abendzeitung  https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nach-pleite-des-fc-bayern-sven-ulreich-attackiert-schiri-wollte-frankfurt-titel-klarmachen.4286ddf7-f5e4-496f-8c7c-03ddd34e27df.html

zitiert dazu den Bayernkeeper Sven Ulreich, der sich zu diesem Zeitpunkt im Frankfurter Strafraum  aufhielt:

„Wenn er es sich anschaut, muss er klar Elfmeter geben. Man hört den Schlag, er trifft ihn klar am Fuß. Sonst können wir es mit dem Videobeweis echt lassen. Das soll jetzt auch keine Ausrede sein, aber es ist lächerlich einfach…. Der Schiedsrichter hat an seinem Geburtstag Geschenke verteilt, aber nicht an uns. Das ist sehr bitter. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man da auf Eckball entscheiden kann. Sandro (Wagner, d. Red.), Niklas (Süle) und ich, wir standen alle dort und haben den Schlag gehört – ein klarer Elfmeter.“

Anders als in vielen ähnlich gelagerten Situationen im Fußball bekamen Ulreich und alle Bayern(fans) sogar Unterstützung von den Frankfurter Spielern – kein einziger von diesen hätte die Situation anders als Ulreich bewertet. Das kommt im Fußball sicher sehr selten vor! Der „Verursacher“ Boateng gab dies in aller Deutlichkeit zu.

Zwayer schwieg dazu fast zwei Tage lang, um dann dem Kicker http://www.kicker.de/news/fussball/dfbpokal/startseite/724328/artikel_zwayer-ich-stehe-zu-meiner-entscheidung.html   folgende nahezu unfassbare Erklärung zu geben:

„Ich habe den Kontakt gesehen, aus meiner Sicht war es jedoch kein intensiver Kontakt, da Martinez den getroffenen Fuß noch ohne Bewegungsänderung und stabil auf dem Boden aufsetzt, bevor sein anderes Bein abhebt, nach vorne fliegt und er hinfällt“.

Abgesehen davon, dass in 99% der Fälle auch ein weniger „intensiver Kontakt“ für ein Foul bzw. einen Elfmeter ausreicht, ist dies eine Aussage, die jeden (neutralen) Fußballfan an den  Wahrnehmungsfähigkeiten des Schiedsrichters Zwayer zweifeln lässt. Eindeutig anhand der TV-Bilder zu erkennen gab es durchaus einen sehr „intensiven Kontakt“. Und wenn u.a. die Spieler Ulreich, Wagner und Süle einen „Schlag gehört“ haben, dann wird dies damit auch bestätigt.

Und spätestens nach Ulreichs weiterem schweren Vorwurf Richtung Zwayer -„Ich weiß nicht, was dem Schiedsrichter da in den Sinn gekommen ist, ob er Frankfurt den Titel klar machen wollte!? Das ist enttäuschend!“ – MUSS der DFB in dieser Sache tätig werden und aufklären. Denn der Bayernkeeper hat damit eindeutig einen Manipulationsverdacht ausgesprochen. Die Sachlage sollte vom DFB penibelst genau überprüft werden – denn wenn ein unbegründeter Tatverdacht öffentlich so klar ausgesprochen wird, müsste von DFB-Seite eigentlich auch über eine Sanktion gegenüber Ulreich nachgedacht werden.

Die Frage muss hier aber lauten: Ist bei diesem derart heiklen Sachverhalt der DFB überhaupt an einer klaren Aufklärung interessiert? Denn der „gut informierte Fußballfan“ mit einem ebenso guten Gedächtnis horcht beim Namen „Zwayer“ sowieso auf. Denn dieser hat beim DFB eine beachtliche Karriere hingelegt, obwohl der DFB sich selbst sicher war, dass Zwayer „Bestechungsgeld angenommen hat.“!!   https://www.zeit.de/sport/2014-12/felix-zwayer-urteil-dfb-hoyzer-schiedsrichter

Als es 2017 im „deutschen Schiedsrichterwesen“ einmal mehr ein gewaltiges Knirschen im Gebälk gegeben hat, war das „Protegé der Schiedsrichter-Oberen“ Felix Zwayer ein Hauptkritikpunkt vom Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe. Offensichtlich ist dessen „steile Karriere“ einigen anderen Schiedsrichtern ein Dorn im Auge, vor allem wenn man seine „Manipulationsvergangenheit“ betrachtet.

Siehe hierzu u.a.

https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2017/08/schiedsrichter-manuel-graefe-schiesst-gegen-ex-bosse-fandel-und-krug

https://www.tagesspiegel.de/sport/nach-interview-mit-schiedsrichter-manuel-graefe-beim-dfb-rumort-es/20236884.html

Wie man es dreht und wendet, das Handeln und die nachhaltige Argumentationsweise von Zwayer kann man nur als Skandal bezeichnen. Denn die andere Version, ein völlig verwirrtes Erklärungskonstrukt eines FIFA-Schiedsrichters, ist eigentlich eine noch verheerendere Interpretation. Denn man kann einen Fehler machen, theoretisch auch einen Folgefehler – wenn man diesen aber trotz ausreichender Zeit, um sich dafür zu erklären und zu entschuldigen, nicht korrigieren will, dann müssen die verantwortlichen Vorgesetzten die Konsequenzen ergreifen und so eine Person schlichtweg „aus dem Verkehr ziehen“.

Der Hammer dabei ist, dass gerade Felix Zwayer den deutschen Fußball bei der WM in Russland als „Videoschiedsrichter“ vertreten soll. Diese Fehlbesetzung muss der DFB schnellstmöglich korrigieren – schon zum jetzigen Zeitpunkt ist dies eigentlich eine Megablamage für den DFB, wenn man sich die gesamte „Zwayer-Geschichte“ vor Augen führt.

Petersgradmesser fordert: Felix Zwayer darf definitiv nie wieder ein Spiel im Profifußball leiten! Daran sollte kein Zweifel bestehen.

Zum Abschluss möchte ich in der seit längerer Zeit ausufernden Schiedsrichterdiskussion ein bisschen über den Tellerrand hinaus schauen. Bei allen Diskussionen über Videobeweis oder auch nicht würde ich gerne das „Märchen vom unparteiischen Schiedsrichter“ als „absurde Idealvorstellung“ ad acta legen.

Denn kein Schiedsrichter dieser Welt – egal in welcher Altersstufe, in welcher Spielklasse, in welchem Land oder Kontinent – wird klipp und klar von sich behaupten können, dass er – immer – unparteiisch ist. Beim Fußballspiel sind alle Beteiligten emotional involviert – die Spieler, die Trainer, die Fans bzw. Zuschauer, aber eben auch die Schiedsrichter. Wer etwas anderes behauptet, der lügt schlichtweg!

Deswegen gibt es für eine Spielleitung auch keine „Ideallösung“. Wie wäre es aber, wenn man den Schiedsrichtern auf der emotionalen Ebene vorab schon etwas Druck wegnimmt?

Kleines Beispiel, ein möglicher Lösungsvorschlag: Die verantwortlichen Verbände versuchen es zu vermeiden, dass Schiedsrichter – in den oberen Klassen – Spiele leiten können / müssen, bei welchen sie zu den Mannschaften „speziellere emotionale Bindungen“ haben. Bundesliga-Schiedsrichter könnten vor der Saison dazu befragt werden, für welche zwei Bundesliga-Vereine sie die meisten und für welche zwei die wenigsten Sympathien haben … das wären dann genau die vier Vereine, die sie nie pfeifen dürfen …. Ist nur ein Vorschlag! 😉

Ob dieser Vorschlag einem Felix Zwayer am Samstagabend eine Hilfe gewesen wäre, diese grandiose Fehlentscheidung zu vermeiden? Ich weiß es nicht, behaupte aber, dass die Wahrscheinlichkeit nicht gering gewesen wäre.

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16 Kommentare zu „Felix Zwayer muss gesperrt werden!“

  1. Unfassbar, dass dieser Bayernhasser weiterhin als „Unparteiischer“ bei Bayernspielen sein Unwesen treiben darf!

    Mittlerweile aus der „sicheren Deckung“ beim VAR ….

    Ich könnte über DFB, DFL, Zwayer & Co. mittlerweile nur noch kotzen!

    Eine einzigartige Respektlosigkeit.

    Vergleich: Zwayer entscheidet beim klaren Foul von Kevin-Prince Boateng an Javi im Pokalfinale nicht auf Elfmeter. Bei einer ähnlichen Situation am Samstag in Mainz beim vermeintlichen 1:0 von Thiago entscheidet er jedoch bei einer wesentlich harmloseren Aktion von Lewy auf Foul … Wenn DFB / DFL so etwas immer noch nicht auffällt, dann kann man nur eine beabsichtigte Benachteiligung des FCB unterstellen!

  2. Der DFB und der Zwayer-Skandal!

    Unfassbar, dass dieses erbärmliche Verhalten eines bereits wegen Spielmanipulation gesperrten Schiris offensichtlich gar keine Konsequenzen hat … da kann man als Fußballfan nur noch k**zen )-:

    Der DFB präsentiert sich als Witznummer – und Fußball-Deutschland akzeptiert es, weil das Opfer dieses Mal nur der verhasste FCB war!

    Armselig, echt armselig!

  3. Sollte es in meinem Artikel nicht zu 100% klar herausgekommen sein:

    Selbst die größten Gegner des VAR sollten am Samstag dankbar gewesen sein, dass dieser Anwendung fand – auch wenn es die Bayernfans noch mehr zur Weißglut getrieben hat.

    Denn diese (bewusst?!) fehlerhafte Anwendung des VAR durch Zwayer zeigt, dass es sich dabei IMMER um menschliche Entscheidungen handelt — und zwar durchaus häufig weniger sachlich-korrekte als emotionale.

    Kürzlich ist ein Schiedsrichter in Serbien für eine wohl vergleichbare Aktion in Untersuchungshaft gekommen https://www.sport1.de/fussball/2018/05/verdacht-der-spielmanipulation-serbischer-schiedsrichter-in-haft
    Das ist natürlich das äußerste Mittel und über die wirklich vorhandenen kriminellen Energien des Felix Zwayer möchte ich mich nicht äußern, trotz seiner Vorgeschichte.

    Dass der DFB jedoch gestern Zwayer „zur Belohnung“ im Relegationsspiel zur Zweiten Liga schon wieder – als Videoschiedsrichter(!!) – eingesetzt hat, ist ein Skandal ohnegleichen und lässt den Deutschen Fußballverband in einem katastrophalen Licht erscheinen —- auch dort MÜSS(T)EN nun Köpfe rollen.

    PS: Besonders eigenartig ist in diesem Kontext die Rolle der Boulevardmedien. Jeder „Furz“ wird sonst zu einem Weltkrieg aufgeblasen – diesbezüglich bleibt man aber ruhig. Unfassbar!!!!!

  4. Auf diesen Artikel hatte ich schon lange gewartet. 😁😉

    „Beim Stand von 2:1 für Frankfurt tritt der Eintracht-Spieler Kevin-Prince Boateng dem Bayernspieler Javi Martinez bei dessen Schussversuch aus aussichtsreicher Position im Strafraum in die Achillesferse.“
    Nur eine kleine Korrektur: Meiner Meinung nach war das kein Schussversuch, sondern der Versuch den Ball anzunehmen. 😉

    Ansonsten kann ich dem Ganzen nur zustimmen!

  5. Dann schau dir mal an , wer heute Abend das Relegationsrückspiel zwischen Karlsruhe und Aue , welches ja über Auf- und Abstieg entscheidet , als VAR mit entscheiden darf 🤔🙈

    1. Unfassbar!!!!

      SCHEISSSSSSSSSSSSSS DFBeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!
      SCHEISSSSSSSSSSSSSS DFBeeeeeeeeeeeeeeeeee!!

    2. Im Ernst: Wie wäre es, wenn alle Bayernspieler aus Jogis Nationalmannschaft zurücktreten würden und den Tonträger „Sch**** korrupter DFB“ aufnehmen würden?

      Würde ich mir sofort kaufen!

      1. Sehr gute Idee, als Bayern Spieler kannst Du auch ohne N11 gut leben. Die kommen eh höchstens ins Viertelfinale, es fehlen Wagner und Ullreich.

        1. Haha, ja eine „charmante Idee“. 😉 😉

          Was sagen die deutschen N11-Fans und Bayernhasser, wenn der amtierende Weltmeister ohne Bayernspieler in der Vorrunde ausscheidet.

          Ob das zu mehr Demut führen würde? Ich befürchte, dass nein…. Und die Bayernspieler wie Müller, Hummels, Boateng und Neuer etc würden so etwas auch nie machen ….

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