Auf den Spuren der FC Bayern Legende Kurt Landauer

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Nach einiger Recherchearbeit und mit ein bisschen Geduld sind wir – ein guter Fußballkumpel und ich – gestern doch tatsächlich vor Kurt Landauers Grab gestanden.

Man findet seine letzte Ruhestätte im Familiengrab der Landauers auf dem „Neuen Israelitischen Friedhof“ in München- Freimann – ein wirklich sehr idyllischer Ort.

Wer sich ein bisschen mit Kurt Landauer beschäftigt hat, den Film über ihn gesehen hat – oder sogar das großartige Buch von Dirk Kämper gelesen hat, findet sich vor seinem Grab mitten in der tragischen Historie seiner Familie wieder: Sein Vater Otto war ein Bayerischer Kommerzienrat. Die Landauers – Eine eigentlich „Ur-Münchner“ bzw. „Ur-Bayerische“ Familie mit allerbester bayerischer / deutscher Reputation befanden sich 1933 plötzlich mitten im Rassismus-Wahn der Nationalsozialisten und wurde fast komplett „eliminiert“. Vier von Kurt Landauers sechs Geschwistern kamen in den KZs der Nazis ums Leben.

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Übrigens: Anders als u.a. in Wikipedia steht, dass er nämlich “ 2013 posthum zum Ehrenvorsitzenden des Vereins gewählt“ wurde, wissen „besser informierte“ Bayern-Fans und -Mitglieder, vor allem diejenigen, die die 25-Jahres-Chronik“ des Vereins gelesen haben, dass Landauer bereits zu jenem Zeitpunkt (1925) zum „Ehrenvorsitzenden“ (=Ehrenpräsident) ernannt worden war.

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7 Kommentare zu “Auf den Spuren der FC Bayern Legende Kurt Landauer”

  1. Danke für den weiteren Meilenstein aus dem Leben von Kurt Landauer. Schon der Film war sehr beeindruckend und sehr aufschlussreich

    1. Sehr gerne, Wolfgang.

      Der Film (Drehbuch von Dirk Kämper) ist allerdings nicht ganz authentisch – da wurden u.a. Daten und Personen zusammen gefasst: Das erste Nachkriegsspiel, bei dem im Film Landauer und sein Kollege von den Löwen von den amerikanischen Besatzern inhaftiert worden sind, gab es so nie. Das Spiel, auf welches sich das Szenario bezieht, wurde im Juni 1945 gegen Wacker gespielt (nicht im Grünwalder). Der damalige FCB-(Interims-)Präsident Xaver Heilsmannseder (Löwenbräu-Chef!) wurde aber tatsächlich verhaftet.

      Landauer kam erst 1947 aus der Schweiz nach München zu seinen Bayern zurück.

      Dirk Kämper hat aber auch ein Buch geschrieben, welches die Realität (soweit bekannt) absolut korrekt wiedergibt – lesenswert!

    1. Gerne Florian 🙂
      Der Friedhof in Thalkirchen ist der alte jüdische (bzw. „israelitische“) Friedhof Münchens, welcher von 1816 bis 1907 „genutzt“ worden war. Ab 1908 fanden die Beerdigungen im sog. „Neuen Israelitischen Friedhof“ statt. Kurts Vater Otto Landauer wurde dort 1913 als erster der Familie beerdigt.
      Der FCB Ehren-Präsi war ja auch ein leidenschaftlicher Schwabinger, wohnte nach seiner Rückkehr von 1947 bis zu seinem Tod am 21.12.1961 (im Schwabinger KH) in der Virchowstraße 14 (Nähe Ungererbad) – sein Grab ist nicht weit davon entfernt. Allerdings sollte dies aus o.g. Gründen nichts damit zu tun haben, dass er in Freimann und nicht in Thalkirchen seine letzte Ruhestätte gefunden hat.

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