Für Fußballromantiker

Die Heimspielstätten des FC Bayern der letzten 60 Jahre … aktuelle Bilder

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Jeder Bayernfan kennt natürlich diese vier Stadion, welche auch heute noch die vier größten Fußballstadien in München sind: Allianz Arena, Olympiastadion, Grünwalder Stadion / „Hermann-Gerland-Kampfbahn“ und das Dantestadion in Gern, dessen Tribüne denkmalgeschützt ist …

Dantestadion? Selbst die meisten geschichtsinteressierten Fans werden sagen: Stimmt doch gar nicht – dort wurde vor dem Krieg und während des Kriegs (nachdem das Grünwalder Stadion bzw. damals Hanns-Braun-Kampfbahn ausgebombt worden war) gespielt, aber nicht danach und schon gar nicht in den letzten 60 Jahren!

Es gab mindestens eine mir bekannte Ausnahme: Auf dem Weg zum ersten Pokalsieg 1957 gewann der FC Bayern im „Dante“ vor 5.000 Zuschauern das Wiederholungsspiel gegen Neu-Isenburg mit 4:0!

Fußball-Romantik  😉

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9 Kommentare zu „Für Fußballromantiker“

  1. Und wieder etwas gelernt, Danke Peter!

    Gibt’s außer den genannten vier und den weiteren mehr oder weniger langen „Gastspielen“ an den bekannten Plätzen Schyrenstraße, Theresienwiese, Clemensstraße, Karl-Theodor-Straße, Leopoldstraße, Marbachstraße und Lerchenauer Straße eigentlich weitere Plätze wo evtl. noch gespielt wurde?

    Da hofft man jahrelang auf einen Auszug der Turner, dann endlich „schaffen sie es“ und nun sagt die Allianz ganz uncharmant: Nö, is nicht!
    Unfassbar!

    1. Ja, Christian:

      Sportplatz der Hypo- und Wechselbank; an Grünwalder zwischen Meraner und Südtiroler Straße gelegen:
      Dort fand am 24.6.1945 wahrscheinlich das 1. Spiel in Deutschland überhaupt nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes statt: ein 3:4 der Bayern gegen Wacker.

      Es fand ohne die Genehmigung der amerikanischen Besatzer statt, deswegen wurde der damalige FC Bayern-(Interims-)Präsident Xaver Heilmannseder (Löwenbräu!) inhaftiert. Dirk Kämper verarbeitet dieses Spiel in seinem Drehbuch für den Landauerfilm „TV-mäßig“ und spektakulärer: Bei ihm wurden Kurt Landauer und Eisi Gulp als Löwenpräsident inhaftiert 😉

      Landauer kam aber bekannterweise erst 1947 nach München zurück.

      In Dirk Kämpers Landauer-Buch ist dies aber korrekt dargestellt.

      Zum Löwen-Auszug (mit oder ohne Defiliermarsch): Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Allianz – als 8,33% Anteilshaber der FCB AG – dauerhaft in der Form stur bleibt, dass es zu keinem Auszug der Löwen aus der AA und folglich zu keiner Umrüstung auf rote Sitze kommt.
      Marketing-strategisch wäre das ein Desaster für das Versicherungsunternehmen. Da zögen sie sich mehr als den Unmut von Rot und Blau zu!!

      1. Ach ja, bevor ich es noch vergesse: nach dem Krieg fanden auch noch einige Spiele auf dem Postsportplatz an der Arnulfstraße statt.

        „Postsportplatz“ klingt so klein: Die Zuschauerzahlen waren um die 10.000!

        Das war übrigens das Gelände, wo die Post noch heute ihr Briefzentrum und den Postladebahnhof hat.

  2. Tolle Fotos 🙂

    Ach ja … ich sah die glorreichen 1974er Weltmeister … schnüff ..

    … im Olympiastadion. Wichtig für den Verein. Seiner und auch der heutigen Zeit architektonisch um Lichtjahre voraus. Weltarchitektur.

    Bionik. Mit dem „Mentor“ Frei Otto übertrug das Architektenteam beim Glaszeltaufbau die effizienten Formen der Natur. Frei Otto orientierte sich bei seinen Bauten u.a. an Drahtmodellen, die er in Seifenlauge tauchte. Statt Seifenblasen zu pusten, vermass er die Zwischenhautkrümmung und übertrug sie in die Realität, um so mit geringstem Materialaufwand eine einmalige Stabilität zu bekommen, wie sie nur die Natur kennt.

    Die Stützen des Olympiadachs waren ursprünglich ca 3/5 (die exakte Zahl hab ich nicht mehr im Kopf) dünner geplant. Hätte gehalten! Die Baubehörde konnte es nicht glauben und verpasste vorsorglich – Bionik wos is’n des?- mal den 2/5 Aufschlag.

    Welch armseelige Effektarchitektur ist dagegen die Allianzarena. Ressourcenverschwendender Beton in leichtes Licht getarnt.

    Die wesentlich bessere Fussballstadiontauglichkeit sei natürlich in keinster Weise bestritten! Und irgendwie ist das Konzept auch einmalig. Und deshalb nicht minder identitätsstiftend – also: What the fuck is architeture!

    Ich freue mich regelmäßig, wenn ich an der Autobahn daran vorbeifahre und sie hellerleuchtet wie ein Ufo wirkt. Mia san Stadion.

    Auch die irritierenden Blautöne werden sich mal eindimmen 😉

    1. Beim WM Finale 1974 warst du aber nicht im Stadion? 🙂

      Irgendwie haben alle 4 Stadien etwas besonderes … selbst das vom Stadtrivalen so geliebte … mit seiner „Stehhalle“ und der winzigen Haupttribüne mit (Säulen-)Sichtbehinderung 😉

      „Irritierende Blautöne“ 😉 😉
      Eigentlich dachte man, die wären wirklich schon Vergangenheit – und jetzt mischt da die Allianz noch kräftig mich – unfassbare Sache!

  3. … und ein Freundschaftsspiel gegen die FT Gern vor wenigen Jahren. Ok, kein Heimspiel, aber dennoch im Dantestadion…

    Hach, Peter, du weißt ich bin Fußball Romantiker und ich genieße solche Beiträge! Herzlichen Dank! 🙂

    1. Ja, an das FT-Gern-Spiel habe ich tatsächlich gedacht … war übrigens genau heute vor 10 Jahren!!!! 18:0 am 6. Juli 2007!!! 😉

      Und an gewisse „Bone-Breakers-Spiele“, aber auch AZ-Finals … 😉

      Das Dantestadion hat eine ganz tolle Geschichte – wäre eigentlich mal einen eigenen Beitrag wert 🙂

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