0:1 bei Atlético – Der FC Bayern in Spanien, das passt aktuell nicht!

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Seit die Münchner am 1.5.2013 in ihrer Triple-Saison Barcelona mit 3:0 aus dem eigenen Stadion geschossen haben (Gesamtscore ein sensationelles 7:0), haben sie viermal in Spanien verloren, ohne dabei einen einzigen eigenen Treffer zu erzielen!

Dabei gab es in jedem dieser Spiele genügend Chancen, um selbst in Führung zu gehen oder zumindest einen eigenen Treffer zu erzielen. Thomas Müller hatte gestern in der 13. Minute beim Stand von 0:0 auch wieder eine Hundertprozentige. So kam es aber, wie es kommen musste!

Ich persönlich war gestern von der Leistung der Bayern schlichtweg enttäuscht. Nach vorne zu behäbig, hinten fehlerhaft, z.T. wirkte es sogar unkonzentriert und fahrig, v.a. im Spielaufbau!

Carlo Ancelottis absolut passender Kommentar zur Leistung seines Teams: „Wir haben das Spiel kontrolliert, aber unter dem Strich waren wir heute in den Zweikämpfen nicht bissig, nicht entschlossen genug. Wir haben auch zu viele Bälle verloren und zu langsam gespielt. Gegen Atlético muss man schneller sein und seine Möglichkeiten nutzen. Es war keine gute Leistung. Aber: Es war nur ein Spiel. Beim nächsten Mal wird es wieder besser.“

Das  gestrige „CL-Spitzenspiel“ war zudem ein gutes Beispiel dafür, warum man von einer Europäischen Superliga Abstand halten sollte. Die „aktive Fanszene“, die sich sonst vor allem um Auswärtskarten bemüht, um das Team überall stimmkräftig zu unterstützen, hatte dieses Mal – nur fünf Monate nach dem Halbfinale 2015/16 – sehr wenig Interesse am Spiel in Madrid. Zu viele teure Auswärtsfahrten zu den gleichen Gegnern stellen kein attraktives Gesamtpaket dar. Die Tickets in Spanien sind zusätzlich exorbitant teuer. Und die sog. europäischen Top-Gegner, wie gestern Atlético, drängen dann den Bayern leider auch noch wie ein Bundesliga-Abstiegskandidat aus Darmstadt 98 oder Paderborn ein Spielsystem auf, bei dem man fast über die gesamte Spieldauer tief hinten drin steht und auf Konter lauert. Unter einem europäischen Spitzenspiel stelle ich mir persönlich etwas anderes vor! Und noch bitterer, wenn dies dann auch noch von Erfolg gekrönt ist.

Selbst muss ich sagen, dass zwar die Spiele gegen Atlético in 2016 wegen des Spielverlaufs alle  spannend waren. Aber das Spielsystem der madrilenischen Underdogs langweilt mich. Und Bayern findet zudem zum wiederholten Male keine Antwort. Müller hätte diese in der 13. min. geben können. Denn es wäre einmal sehr spannend zu sehen, wie sich Atlético in Rückstand liegend verhält. Eigentlich reicht es, wenn man gegen Atlético alle fünf Jahre einmal spielen muss – und das meine ich nicht, weil Bayern in diesem Jahr zweimal im Vicente Calderon verloren hat. Als von der Spielweise „verwöhnter Bayernfan“ würde ich meine Jahreskarte für Atlético nach einem Jahr an den Verein zurückgeben.

Übrigens: Zuletzt hat Bayern an einem 2. CL-Spieltag in der Saison 2012/13 verloren, und zwar gegen die weißrussische (Über)Mannschaft von Bate Borissow (1:3) und ist dann zum CL-Sieg durchgestartet … Nach jener Blamage hat auch keiner mehr vom Triple geträumt  😉 ….

Zunächst einmal muss sich allerdings die gesamte Bayern-Mannschaft (Manuel Neuer schließe ich davon aus) steigern, denn gestern hat mir kein einziger der 13 eingesetzten Feldspieler wirklich gut gefallen. Und am 6. Dezember sollte man Atlético als Knecht Ruprecht in der Allianz Arena den Allerwertesten versohlen  😉

 

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