Ancelotti: „Gott sei Dank haben wir Neuer“

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Auf diesen Nenner kann man das insgesamt glückliche gestrige 3:1 gegen den FC Ingolstadt durchaus bringen. Aber warum steht sonst der mit Abstand weltbeste Torwart zwischen den Pfosten des FC Bayern, wenn er seiner Mannschaft nicht auch ab und zu einmal ein Spiel gewinnen müsste?

Sehr schön auch die drei Klassetore durch Lewandowski, Alonso und Rafinha.

Das kurzfristig krankheitsbedingte Fehlen von Lahm, Müller, Alaba und Hummels – ausnahmslos Weltklassespieler – hat sich gestern durchaus bemerkbar gemacht. Gerade der Abwehrverbund glich ein ums andere Mal einem Hühnerhaufen (Maßstab: FC Bayern).

Es ist durchaus auch nicht unproblematisch, wenn Spieler nach langen / längeren Verletzungspausen zurück kommen: Das hat man sehr gut bei Coman gesehen, aber auch Costa ist noch nicht auf dem Niveau seiner ersten FCB-Saison. Bei Sanches kommt dazu, dass er sich erst an den Spielstil des FCB gewöhnen muss.
Zudem hat auch das Spiel gestern beweisen, dass Kimmich kein Innenverteidiger ist und es für jeden ´noch so spielintelligenten Spieler schwierig ist, wenn er in jedem Spiel auf einer anderen Position spielen muss.

Bei grausamen Wetter ein schwaches Spiel der Bayern gestern – aber auch gut, dass nun viele gesehen haben, dass nicht jeder Bayernsieg eine Selbstverständlichkeit ist. Und wir werden – hoffentlich bald – eine ganz andere Bayernmannschaft sehen, wenn die Topspieler größtenteils wieder fit sein werden

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4 Kommentare zu „Ancelotti: „Gott sei Dank haben wir Neuer““

  1. Der Tormann, der wenn’s spitz auf Knopf steht, den Unterschied ausmacht. Das sieht nicht nur Carlo so:

    „Ich denke auch solange Manuel Neuer beim FC Bayern im Tor steht, werden sie auch die Titel reihenweise abräumen“ (Felix Magath) https://www.youtube.com/watch?v=cIsB2OX5kd0

    Lesenswert ist „Neuer: Der Welttorhüter“. Dietrich Schulze-Marmeling erklärt hintergründig die Tormannszenerie und wie Neuer zu dem Klassetorwart wurde, der er ist.

    Mich beeindruckte hier vor allem die Skizze anderer vielversprechender Torhüterkarrieren, die aber daran scheiterten, mal ein schlechtes Spiel geliefert bzw. „eine Gurke zu viel“ kassiert zu haben.

    Kaum gesehen wird Manus Nervenstärke, die selbst einen „Koan Neuer“ – Empfang standhielt.

    Und die bei jedem Rückpass als souverän-lockere Selbstverständlichkeit zu sehen ist. Der „mitspielende Torwart“ formt so im Spiel Pass für Pass die für den Gegenspieler ersichtliche nervenstarke Aura des „klassisch haltenden Goalies“.

    1. Ist schon witzig, wie viele Bücher über den FCB der Herr Schulze-Marmeling, ein BVB-Fan(!), geschrieben hat 😉

      Nachdem ich einige Leute aus seiner Clique kennen gelernt habe, werde ich ihn sicher persönlich auch bald mal kennenlernen.

      Neuer ist ein Phänomen! Der beste Torwart der Fußballgeschichte!

      1. Gar nicht gewusst, dass der BVB-Fan ist 🙂

        Ja, Manu ist ein Phänomen,

        das sich aber, wenn man aus den „Suppentellerrand des Fussballs“ herausblickt, doch ein wenig erschließt.

        Manuel Neuer befindet sich wie ein Großmeister der Kampfkünste (Aikido, Kendo, Schwertkampf etc.), der sich mit katzenhafter Geschmeidigkeit scheinbar schwerelos im Fluss der Umgebung bewegt und schier unglaubliche Reflexe hat, im „Hara“: Einer immer absolut lot-senkrechten Körper- und Kopfhaltung, jenseits des allseits verbreiteten „Brust raus“ oder „Kopf und Schultern vor“.

        Im Hara ist der der ursprüngliche kindhafte und natürliche Bewegungsfluss nicht mehr blockiert.
        Was ich mit „absolut lotsenkrechte Körper- und Kopfhaltung“ meine, illustriert das folgende Video besser als Worte (übrigens ist der Großmeister Kisshomaru Ueshiba da bereits 65 Jahre alt):

        1. 😉 Sehr hübsch!

          Mein Beitrag dazu, „über den Tellerrand des Fußballs“ bei Manual N. hinauszublicken:

          Ich – als langjähriger und immer noch Teilzeit-Keeper – habe von Anfang an einen speziellen Fokus auf ihn geworfen. Was mir vom ersten Spiel an für Bayern aufgefallen ist, war seine Vorbereitung vor den Spielen: Übungen wie bei Handballtorhütern – so ist gerade die gestrige Superparade Mitte der 2. Hz, als eine Hand nach oben schnellte, wohl zum einen seinem riesigen Talent bzw. seinen Reflexen zu verdanken, zum anderen aber auch seiner Trainingsarbeit.

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