Deutsches Triathlon-Desaster – ein Symptom für die negative Entwicklung im deutschen Spitzensport

Triathlon - Anne Haug

 

Deutsches Olympia-Triathlon-Desaster symptomatisch für die negative Entwicklung im deutschen Spitzensport?

Deutschland war immer ein „Triathlon-Land“, der amtierende „Sportler des Jahres“ (2015) ist ein Triathlet: Jan Frodeno, Olympiasieger 2008, nun aber als „Ironman“ und nicht mehr olympisch unterwegs.

Ich muss sagen, dass ich völlig fassungslos war, als ich erfahren habe, dass kein deutscher Athlet am olympischen Triathlon teilnehmen wird. Nun die Aufklärung für mich: Deutschland hätte insgesamt fünf Startplätze (3 Frauen, 2 Männer) gehabt, der DOSB nominierte aber nur Anne Haug bei den Frauen.

Mag sein, dass die deutschen „olympischen Triathleten“ aktuell keine absolute Weltspitze darstellen – traurig genug. Aber warum nutzt man nicht seine Startplätze und vergibt damit die Chance, dass die deutschen (Nachwuchs)Athleten Erfahrungen sammeln? Warum sind die Quali-Kriterien bei den einzelnen Sportarten so unterschiedlich hoch? Die deutschen „Marathon-Zwillinge“ (LA) in der Frauenkonkurrenz hatten Spaß daran, geschlossen im hinteren Drittel des Feldes „hinterher zu bummeln“ … und im Triathlon setzt man derart harte Kriterien an? Siehe auch diesen Beitrag dazu: http://www.faz.net/aktuell/sport/olympia/sportpolitik/triathlon-streit-dosb-muss-olympia-nominierung-nochmal-behandeln-14343733.html

Trotz der bislang 14 Goldmedaillen in Rio (heute kommen hoffentlich noch ein paar dazu 😉 ) wird das deutsche Olympiateam ca. 20% weniger „Finalplatzierungen“ als 2012 in London erreichen – ein alarmierendes Zeichen für den deutschen Spitzensport! Denn schon 2012 war nicht unbedingt berauschend…
Es scheint an allen Ecken und Enden zu hapern … Funktionäre und Sportler ….

Erfolg stellt sich letztendlich nur ein, wenn ein Team an einem Strang zieht! Das beginnt eigentlich schon bei der Einstellung eines Landes zum Sport und seinen Sportlern: wenn man nur negative Argumente findet, dann ist das nicht mehr der Anfang vom Ende, sondern eher schon das Ende der „Todesspirale“ – NOlympia in München & Oberbayern und Hamburg war ein katastrophales Signal ….
Wenn dann das Zusammenspiel von Funktionären und Sportlern zusätzlich nicht passt, wird es noch schwieriger, um gerade die jungen Sportler zu motivieren.
Es braucht ein Mia san mia – heißt: nur GEMEINSAM sind wir stark!

Übrigens: Der Triathlon ist bekanntermaßen der Dreikampf Schwimmen – Radfahren – Laufen (LA) …. Kernsportarten, in welchen die Deutschen früher wesentlich stärker waren … kann man auch darin einen Zusammenhang sehen? Siehe oben: „Deutsches Olympia-Triathlon-Desaster symptomatisch für die negative Entwicklung im deutschen Spitzensport?“

PS: Hoffnung haben mir die Team(ball)sportarten gemacht: Mit einem gewaltigen Zusammengehörigkeitssinn waren (und sind) diese in Rio richtige Medaillensammler, die offensichtlich ZUSAMMEN auch noch richtig Spaß haben ….

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