Die „Causa Götze“ – oder „alle (Medien) gegen Mario“!

Mario Götze 2.3.16

Nachdem am Montag nach Götzes Bekenntnis zum FC Bayern, seiner Trennung von seinem geldgeilen Manager Struth und seiner Ankündigung, sich beim FC Bayern durchsetzen zu wollen, (fast) alle Daumen der mir bekannten Bayernfans zu einem „Gut gemacht, Mario“ hochgegangen sind, kam es gestern scheinbar zu einer Wende durch Äußerungen von Kalle Rummenigge.

Der Vorstandsvorstitzende der FC Bayern AG äußerte sich eigentlich nur sehr kurz zur Situation von Mario G. beim FCB: „Er weiß Bescheid, wie der Club denkt, und er weiß, wie der künftige Trainer denkt. Aber am Ende des Tages muss Mario das für sich bewerten.“

Die Medien interpretierten dies einheitlich als „deutliche Distanzierung“ Rummenigges von Götze und alle mir bekannten Leser dieser Zeilen und Kommentare folgten sogleich dieser Auffassung.

Diese „Eindeutigkeit“ verwundert wiederum mich, denn für mich persönlich wäre der sinnvollste Weg nach Götzes Bekenntnis derjenige gewesen: Man lässt Mario ein (hoffentlich grandioses) EM-Turnier spielen. Dann bekommt er Urlaub, hat danach für eine weitere vernünftige Planung für alle Seiten (Spieler, Trainer, Verein) noch über einen Monat Zeit, um seinen neuen Trainer Ancelotti von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Gelingt dies, wird sein 2017 auslaufender Vertrag verlängert. Gelingt es nicht, gibt es immer noch die Möglichkeit eines Transfers zu einem anderen Verein. Als „Notlösung“ gäbe es die „Gündogan-Lösung“ – man verlängert, um ein weiteres Jahr bis 2018, um eventuell auch 2017 noch eine entsprechende Ablösesumme zu bekommen.

Zuletzt habe ich häufiger mit Bayernfans über die Transferpolitik des FCB gesprochen: Als überragend wurde einheitlich die zuletzt getätigte Einkaufspolitik der Bayern bewertet, dagegen wurde die Verkaufspolitik als „suboptimal“ gesehen … dem schließe ich mich auch an.

Bei Götze stehen 20 bis 25 Millionen als Ablösesumme im Raum. Verglichen mit den aktuellen marktüblichen Summen kann man dies fast schon als „Verramschen“ bezeichnen. Wesentlich weniger begabte Spieler werden für die doppelte Transfersumme gehandelt. Dabei darf sich auch keiner bei Bayern wundern, wenn man eigene Spieler derart öffentlich (zumindest scheinbar) abkanzelt. Ich hoffe immer noch, dass beide Seiten (Götze / Ancelotti/KHR & Co) dies auch so sehen wie ich. Dann sollte man das aber bitte doch auch noch einmal derart in der Öffentlichkeit kommunizieren, was zuletzt auch eine eklatante Bayernschwäche darstellte.

Sollte man Götze wirklich derart vom Hof jagen, wie jetzt von den Medien kolportiert, dann werden gewisse Protagonisten beim FCB (KHR vorneweg) sogar von den eigenen Fans noch kritischer und unsympathischer gesehen.

Alles Gute, FC Bayern!

Advertisements

2 Kommentare zu „Die „Causa Götze“ – oder „alle (Medien) gegen Mario“!“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s