Letzter Bundesligaspieltag: Bayern weiter auf Rekordjagd!

Lewandowski-ruehmt-Legende-Gerd-MuellerManuel_NeuerMüller_Tor in Turin

Am morgigen letzten Bundesliga-Spieltag trifft der alte und neue Deutsche Meister, der FC Bayern, auf den Tabellenletzten und Absteiger, Hannover 96.

Eine auf dem Papier mehr als eindeutige Angelegenheit. Jedoch hat H96 nach der sehr späten Übernahme des Trainerpostens durch Daniel Stendel durchaus Charakter gezeigt und sich, seit der Abstieg feststeht, in keinster Weise gehen lassen – ganz im Gegenteil.

Bei Bayern ist es das letzte Bundesligaspiel unter Pep Guardiola und ebenso die Generalprobe für das DFB-Pokalfinale in einer Woche gegen den BVB. Man darf deswegen auch gespannt sein, wie sich die Mannschaft unter diesen Voraussetzungen präsentieren wird, vor allem mit den Aussichten auf erneute historische Marken in der (bayerischen) Bundesliga-Geschichte.

Manuel Neuer und seine Abwehr können dabei einen neuen Bestwert in der 53-jährigen Bundesliga-Geschichte erzielen, wenn Hannover nicht mehr als einen Treffer erzielen wird. Die bisherigen Bestwerte stammen aus den Jahren 2012/13 und 2014/15, als ebenfalls Neuer & Co. jeweils lediglich 18 Gegentreffer zuließen.

Die bisherigen 16 Gegentore in 33 BL-Spielen sind durchaus eine beachtliche Leistung, wenn man an die Verletztenmisere speziell in der Innenverteidigung denkt, aber auch wenn man die massive Kritik an der FCB-Defensive in dieser Saison im Hinterkopf hat. Übrigens erzielte Borussia Mönchengladbach genau ein Viertel dieser Gegentreffer – vier von 16 – und war auch der einzige Bayerngegner der Saison, der den direkten Vergleich mit den Münchnern gewonnen hat.

Robert Lewandowski könnte zudem der erste Bundesliga-Torjäger seit der Saison 1976/77 sein, der wieder die „magische 30“ erreichen könnte. Ein Treffer fehlt ihm dazu noch. Als Letztem war dies dem Kölner Dieter Müller vor 39 Jahren mit 34 Treffern gelungen. Lewandowski wäre damit nach Gerd Müller erst der insgesamt zweite Bayern-Torjäger der BL-Geschichte, der diese Trefferanzahl in einer Saison erreichen würde. Allerdings schaffte dies der legendäre „Bomber der Nation“ sensationelle fünf Mal! (40 Tore 1971/72; 38 Tore 1969/70; 36 Tore 1972/73; jeweils 30 Tore 1968/69 und 1973/74).

Mit zwei Toren gegen Hannover würde Lewandowski sich folglich an die alleinige vierte Position der ewigen Bayern-Torjäger-Saison-Liste setzen!

Thomas Müller hat mit seinen bisherigen 20 Saisontreffern nicht nur seine eigene bisherige Bestmarke von 13 Toren weit übertroffen. Nein – er ist damit auch der bislang erste zweitbeste Saisontorjäger der Bayern, welcher die durchaus beachtliche Marke von 20 Saisontoren erreicht hat!

Insgesamt hat Thomas Müller mit seinen 26 Jahren bereits 91 BL-Tore für den FC Bayern erzielt. Sollte er morgen einen Treffer erzielen, würde er in der ewigen FC Bayern-BL-Torschützenliste mit Giovane Elber gleich ziehen und den 5. Platz einnehmen. Dieter Hoeneß´ 102 Tore sollte Müller sich in der nächsten Saison vornehmen und Roland Wohlfarths 119 Tore ein Jahr später  😉

Wenn man von zwei ausgewöhnlichen Torjägern in einer Saison spricht, dann ist es zwangsläufig, dass dieses Duo auch gemeinsam auf Rekordjagd geht. Lewandowskis und Müllers 49 Tore bedeuten bislang den vierten Rang in der ewigen BL-Duo-Torschützenliste. Allerdings bedarf es am morgigen Samstag schon eines Schützenfestes um auch hier den Olymp zu erklimmen: Das Wolfsburger Duo Grafite / Edin Dzeko erzielte in der Meistersaison 2008/09 sagenhafte 54 Treffer (28 / 26). Und die Bayernliste führen mit jeweils 53 Toren das Duo Gerd Müller / Uli Hoeneß an (40/13 in 1971/72 und 36/17 in 1972/73).

Die Hannover 96 Fans mögen es mir verzeihen: Mit einem 6:0 und ausschließlich Treffern von Lewandowski und Müller würden morgen sämtliche Rekorde gebrochen!  😉

 

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2 Kommentare zu „Letzter Bundesligaspieltag: Bayern weiter auf Rekordjagd!“

  1. BITTE, BITTE bereitet im Stadion Pep Guardiola einen würdigen Abschied! Für den phantastischen Fussball den er erarbeitet hat und zelebrieren ließ!!!!!!!!!!

    Auch wenn ich in – diesem Zusammenhang vielleicht unpassend (aber wenn nicht jetzt, wann dann?) mal doch einen Kritikpunkt an ihm loswerden will.

    „Hochaufgerückt dominant spielen“ heisst 90 Minuten 100prozentige Dauerkonzentration. Das Team dreht er so mental ständig ans Limit. Bei nur 99,9 Prozent Konzentration schepperts bei einer international gutem Gegner sehr wahrscheinlich. Gefährlich dann, gerade wenn’s flüssig läuft und man sich so selbst „in Sicherheit“ einlullt.

    Ich mache seit 20 Jahren Kampfsport. 100 Prozent Dauerkonzentration geht da nicht. Man muss Luft rausnehmen und gerade im Stress in einer „Sicherheitsposition“ mal mental entspannen können, um so die Konzentration wieder zu sammeln.

    Ich glaube, dass auch viele Verletzungen und Endspurtschwierigkeiten letztendlich durch „mentale Überbeanspruchung und Auszehrung“ entstanden sind und freue mich demnächst auf eine kleine Prise italienischer Gelassenheit 😉

    Die Leistung von Pep Guardiola schmälert das aber in keinster Weise.

    1. Für dieses Statement wirst du von vielen Seiten Zustimmung erhalten – so ganz sicher auch von mir! 😉

      Pep ist ein toller Trainer, aber ich denke, dass nun selbst seine Lieblinge „mental durchschnaufen“ werden, wenn ein etwas gelassener Trainer das Kommando haben wird. Deswegen hat er selbst wohl alles richtig gemacht, wenn er sagt, dass drei Jahre genug sind. Er sieht ja sein 4. Jahr in Barcelona als seinen größten Karrierefehler an.

      Ich bin wirklich gespannt, was mit ihm und durch ihn in Manchester „passiert“ !!

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