Der FC Bayern und seine ruhmreiche Geschichte

Bulle Roth

 

Heute vor sage und schreibe 40(!) Jahren holte sich der FC Bayern im Glasgower Hampden Park gegen den französischen Meister AS St. Etienne den Titel-Hattrick im Europapokal der Landesmeister!

Torschütze zum 1:0 (57. min.) war per Freistoß Franz „Bulle“ Roth. Der Bulle entschied übrigens mit seinen Toren auch das Endspiel im Pokalsiegerwettbewerb 1967 (1:0 n.V. gegen Glasgow Rangers in Nürnberg) und vorentscheidend das Landesmeistercupfinale 1975 gegen Leeds United (2:0 in Paris; Torschütze zum 2:0 war natürlich der „Bomber“ Gerd Müller)!

Über die Bundesliga-Saison 1975/76 schweigen wir lieber – am Ende wurde man zwar Dritter mit 40:28 Punkten, blieb aber meistens weit unter den eigenen Möglichkeiten.

Die Mannschaftsaufstellung der Bayern vor 40 Jahren: Sepp Maier – Jonny Hansen, Schorsch „Katsche“ Schwarzenbeck, Franz Beckenbauer, Udo Horsmann – Bernd „Wipf“ Dürnberger, Franz Roth, Jupp Kapellmann – Kalle Rummenigge, Gerd Müller, Uli Hoeneß.

Dettmar Cramer nahm im damaligen Finale übrigens keine einzige Auswechslung vor!

Ebenfalls für heutige Zeiten schier unvorstellbar: Neben den fünf Weltmeistern Maier, Schwarzenbeck, Beckenbauer, Müller und Hoeneß standen auch Kapellmann (der 1974er Weltmeister ohne Einsatzminute) und Roth in den Startaufstellungen aller vier Endspiele 1974 (+ Wiederholungsspiel), 1975 und 1976. Dürnberger spielte in drei Finalspielen von 1974-76.

Diesen Europapokal-Hattrick gab es außerdem insgesamt nur ganze dreimal in der Fußballgeschichte. 1956-60 gewann Real Madrid zum Start dieses Wettbewerbs diesen sogar fünfmal in Serie. 1971-73 Johan Cruyffs Ajax Amsterdam und eben die Bayern, welche dieses Kunststück zum letzten Mal vollbracht haben.

Wenn man bedenkt, dass dieser höchste Titel in Europas Vereinsfußball zum letzten Mal 1990 vom AC Milan verteidigt worden ist, dann könnte diese sporthistorische Leistung für lange Zeit unerreicht bleiben. Milan hatte sich damals im Halbfinale im Münchner Olympiastadion gegen Bayern nach Verlängerung und dank der Auswärtstorregelung für das Finale qualifiziert hat – mit 1:0 und 1:2 n.V. – in dieser Hinsicht hat sich leider die Geschichte in 2016 wiederholt!

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5 Kommentare zu „Der FC Bayern und seine ruhmreiche Geschichte“

  1. Schön, dass Du daran erinnerst Peter. Denn es geht nicht nur um glorreiche Erinnerungen. Es geht auch um Geschichte als lebendige Aura. Die Schalke, Dortmund und aufgepeppte Scheichclubs nie hatten und bekommen werden. Eine Aura, die Ancelotti kommen ließ. Renato Sanches lockte. Nicht nur einen Philipp Lahm gebar und Spieler wie Oliver Kahn, Willy Sagnol, Bixente Lizerazu, Frank Ribery Teil ihrer selbst werden ließ. Verlorene Söhne wie Mats Hummel zurückkehren lässt. Aura kann man nicht kaufen. Ein Manuel Neuer bleibt. Auch ein David Alaba. Und Thomas Müller. Und genau das ist das, was vielen Bayernhasser eigentlich stinkt.

    1. 😉 😉

      Stimmt – der einzige, der 1974, 75, 76 und 82 dabei war!

      Allerdings leider 1974 im ersten Spiel nur als Einwechselspieler für Torstensson und im entscheidenden Wiederholungsspiel leider gar nicht!

      Ich sage, dass ihn Thomas Müller noch übertreffen wird … und Manuel Neuer! 😉

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