4:2 (2:2; 0:2) n.V. gegen Juve! Bayern im Champions League Viertelfinale!

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Mit einer fantastischen Energieleistung und Moral doch noch eine Runde weiter, wonach es gut 70 Minuten gar nicht ausgesehen hat.

Als ich nach ungefähr 70 Minuten auf die Stadionuhr geschaut habe, habe ich kurz an die möglichen Schlagzeilen der Gazetten von heute gedacht. Am Wahrscheinlichsten war für mich: „Pep vercoacht Bayern – zum dritten Mal das frühzeitige Aus in der CL!“ Ein Gefühl zwischen maßloser Enttäuschung und Fassungslosigkeit hatte mich zu dem Zeitpunkt erfasst.

Traditionell treffen wir uns vor dem Spiel in Stadionnähe bei einem Bier zum Fantalk, dieses Mal in beträchtlicher Runde. Als die Manschaftsaufstellung von Bayern bekannt wurde, machte sich Verwunderung bis leichtes Entsetzen breit: Arturo Vidal und Xabi Alonso gemeinsam in der Startaufstellung! Ähnlich wie 2014/15 Xabi / Schweini war dies bislang eine Konstellation, die nicht gepasst hatte. Wir hofften alle auf das Duo Vidal / Thiago, vor allem nachdem sich Letzterer gegen Werder glänzend präsentiert hatte. Zudem erwarteten wir nach dem Ausfall von Robben eher Coman als Ribéry in der Startaufstellung. Aber der Taktikfuchs Guardiola wird sich schon etwas gedacht haben, dachten wir …

Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn Vidal das Zuspiel von Costa in der 2. Minute besser hätte verarbeiten können und Bayern früh mit 1:0 in Führung gegangen wäre. So kam es ganz anders.

Nach Alaba-Fehler fiel früh das 0:1 durch Pogba. Leider hatte der sympathische Österreicher gestern wirklich einen gebrauchten Tag und eine gewisse Verunsicherung ergriff die gesamte Mannschaft. Just in dem Moment, als sich die Bayern etwas „freischwimmen“ konnten, fiel das 0:2 durch Cuadrado. Abermals war Alaba mit seinem Ballverlust in Mittelstürmerposition(!) Ausgangspunkt des Gegentreffers. Morata marschierte anschließend durch das gesamte Bayernmittelfeld wie „Messer durch Butter“ und Cuadrado schloss in Weltklassemanier ab. Nach einer Bayern-Doppelchance von Müller und Lewandowski hätte es anschließend kurz vor der Halbzeit sogar 0:3 stehen können: Die frühzeitige endgültige Entscheidung verhinderte aber der bayerische Welttorhüter Manuel Neuer gegen Cuadrado.

Als die Spieler zur Halbzeitpause in die Kabinen gingen, sah man ein allgemeines Kopfschütteln in der Arena bei den Bayernfans. Trotz drückender Feldüberlegenheit schien der Weg zum Juve-Tor wie vernagelt. Die gesamte Mannschaft schien verunsichert. Alonso / Vidal ging irgendwie gar nicht. Aufgrund seiner für seine Verhältnisse katastrophalen Leistung hätte eigentlich David Alaba in der Kabine bleiben müssen. Aber einen Weltklassemann wie Alaba wechselt man einfach nicht aus. Wir hofften aber auf einen frühzeitigen Wechsel Alonso / Thiago. Der kam nicht – dafür musste Benatia raus, und Bernat, der seit Wochen seiner Form der letzten Saison hinterher läuft, kam für ihn – Kopfschütteln … Hatte sich Benatia schon wieder verletzt?

Sollte dieser Wechsel taktischer Natur gewesen sein, ging er abermals in die Binsen … Bernat war wie ein Fremdkörper, fand keine Bindung zum Spiel und verlor Ball und Zweikämpfe. Die Hintermannschaft schien gerade in der ersten Viertelstunde der 2. Halbzeit noch einmal zusätzlich verunsichert. Turin hätte mehrmals das 3:0 erzielen können, wenn nicht müssen.

Die Bayern fanden kein Konzept, das Tor des italienischen Rekordmeisters zu gefährden, auch zunächst nicht nach der Einwechslung von Coman für Alonso nach einer Stunde Spielzeit. Trotzdem übernahm Bayern zu diesem Zeitpunkt mehr und mehr die Spielkontrolle – und es fiel auf, dass Juve langsam seinem extremen Aufwand beim Anlaufen der Bayernspieler Tribut zahlen musste. Einige Spieler des italienischen Rekordmeisters schienen stehend KO.

In der 73. Minute fiel so endlich der viel umjubelte und herbei gesehnte Anschlusstreffer durch Lewandowskis Kopfball nach Flanke von Costa. Zu dem Zeitpunkt fast schon nicht mehr erwartet – alle vorherigen Bemühungen verpufften nach dem Motto „heute geht einfach nix, zefix!“ Die Allianz Arena bebte und entwickelte sich zum Hexenkessel. Juve stand immer tiefer mit allen Mann in der Defensive, der in der Zwischenzeit für Morata eingewechselte Mandzukic konnte seiner Abwehr kaum Entlastung verschaffen. Bayern mit fast schon verzweifeltem Powerplay.

Als die reguläre Spielzeit fast exakt abgelaufen war, erkämpfte sich der unermüdlich rackernde Vidal in seiner unnachahmlichen Art den Ball fast am gegnerischen Strafraum, Flanke Coman und Thomas Müller macht nach wenigen Sekunden der Nachspielzeit per Kopf das kaum mehr für möglich gehaltene 2:2. Die Arena stand Kopf, Juve geschockt … der kurz später ertönende Schlusspfiff rettete die Alte Dame in die Verlängerung.

101. Minute: Endlich kommt Thiago für den müder werdenden Ribéry, führt sich aber mit 2 Fehlpässen denkbar schlecht ein. Bayern insgesamt überlegen.

108. Minute: abermals fantastische Balleroberung durch Vidal, dieses Mal im Mittelfeld. Der Ball kommt über ein paar Umwege zu Thiago am Strafraumkreis, Doppelpass mit Müller – Klasse Abschluss Thiago zum 3:2. Die Arena kocht mittlerweile!

110. Minute Alleingang Kingsley Coman, am rechten Flügel, tief aus der eigenen Hälfte kommend – mit Abschluss à la Robben zum 4:2!! Wahnsinn!

Danach drängt Juventus noch auf den Anschlusstreffer. Ein paar hohe Flanken bringen Gefahr. Gerne hätten wir zu diesem Zeitpunkt Benatia als Turm im Abwehrzentrum gesehen. Aber Juves Unvermögen zu diesem Zeitpunkt des Spiels, etwas „Bayern-Dusel“ (da ist er wieder 😉 ) und ein Welttorhüter sichern den 4:2 Sieg!!!

Nach 121 Minuten pfeift der nicht immer souveräne schwedische Schiedsrichter Eriksson die extrem emotionale, meist nicklige Partie ab. 12 gelbe Karten (5 Bayern / 7 Juve) deuten darauf hin. Diese Kartenanzahl ist nach einer derartigen Partie sicher nicht außergewöhnlich, die Art der Verteilung war es zum Teil schon: Juves französischer Superstar Pogba leistete sich eine Unzahl (meist kleiner) Fouls und noch mehr Mätzchen – dass er nicht verwarnt worden ist, fällt wohl unter die Rubrik „Artenschutz“. Ein großartiger Spieler – aber in seinem Auftreten und seiner Körpersprache sehr arrogant wirkend.

Tiefes Durchatmen bei Bayern – mit einer sensationellen Energieleistung in der nächsten Runde, obwohl man über weite Strecken der Partie eine – an den eigenen Maßstäben gemessen – schwache Partie ablieferte. Wahrscheinlich ein noch tieferes Durchatmen bei Pep Guardiola, welcher seine (ja man muss es so nennen!) Aufstellungsfehler peu à peu und erst sehr spät (Thiago) korrigierte. Ich denke er hat sich bei der Mannschaft für deren überragenden Charakter – niemals aufgeben – bedankt!

PS: Nachdem wir alle im Stadion in etwa „dasselbe Spiel“ gesehen hatten und es auf dem Heimweg & Absacker ziemlich geschlossen bewertet hatten, kamen immer mehr Meldungen (Whatsapp; SMS; Telefon; Facebook) von „Fernsehfans“, welche offensichtlich ein in Teilen anderes Spiel gesehen haben, vor allem was die Bewertung einzelner Spieler betrifft. So habe ich mir, weil ich sowieso nicht hätte einschlafen können, fast die gesamte Spielwiederholung im ZDF bis fast 04:00 morgens reingezogen. Und ganz ehrlich: im TV war es wirklich ein anderes Spiel – wenn man permanent durch des Reporters Kommentare beeinflusst wird und vor allem nur immer einen kleinen Teil des Spielfelds sehen kann, dann hat man nicht ansatzweise den Überblick des Stadionzuschauers. Dies ist eigentlich keine neue Erkenntnis, aber gestern fand ich es extrem krass. Nachdem ich noch viele Spielzüge von live im Stadion bestens in Erinnerung hatte, verwunderten mich einige Reporterkommentare sehr, ich hatte aber echt auch das Gefühl, dass manche Szenen anders buchstäblich ins Bild gerückt worden sind, als es live der Fall war!

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17 Kommentare zu „4:2 (2:2; 0:2) n.V. gegen Juve! Bayern im Champions League Viertelfinale!“

  1. Sehr schöne Nacherzählung petersgradmesser. Ich hab das Spiel (im TV) übrigens genauso gesehen, wie du im Stadion. 😉

    Was mir allerdings gar nicht gefällt ist, dass beim ersten Tor immer und überall nur David an den Pranger gestellt wird. (Dein/Unser Welttorhüter) Manu hatte mindestens genauso großen Anteil daran!

    1. Also beim 0:1 würde ich persönlich die Schuldverteilung so sehen: 99% Alaba, der den Ball „nur“ kontrollieren bzw. wegschlagen muss. 1% Neuer – weil er überhaupt rausgegangen ist, ich – selbst Torwart – weiß aber auch warum 😉

      Und wie gefällt dir der „allgemeine Pranger“ beim 0:2? Ich würde ihn jeweils mit 20% an 5 Spieler verteilen, medial und auch bei vielen Fans scheint man aber zu 100% die Benatia die Schuld zu geben …

      Das (Fußballer)Leben ist nicht fair 😉

      1. Zum ersten Tor: Es liegt mir fern David von seiner Mitschuld freizusprechen, aber wenn der Torwart so weit aus dem Tor eilt, muss er den Ball haben. Fakt.

        Zum zweiten Tor: Alaba (25%), Benatia (15%), Kimmich (20%) und vor allem Vidal (40%), der die völlig falsche Entscheidung trifft und Cuadrado vollkommen alleine lässt, trifft die Schuld. Lahm macht eigentlich alles richtig.

  2. By the way – ich als „Radfahrer“ hatte dann das Vergnügen, beim Nachhausetreten von meinem Fernsehabend die ganzen Bayernfans anzutreffen, als sie aus ihren Fußballkneipen taumelten. Das hatte schon was – in jedem Gesicht echte, aufrichtige Glücksgefühle.

    Die Stimmungslage ist ein bisschen wie 2010 – damals hatten wir die Fiorentina auch nur aufgrund eines krassen Abseitstores (von Klose, mindestens fünf Meter im Abseits) rausgeworfen – weitergekommen sind wir aber, weil wir auch nach wiederholten „Toreinschlägen“ an uns geglaubt und immer weiter gemacht haben. Eine glückliche Auslosung, die Auswärtstorregel und ein entfesselter Arjen haben uns dann bis ins Finale getragen … irgendwie hab ichs im „Gefühl“, dass wir jetzt wieder ein bisschen „Dusel“ haben werden und nicht mehr in einem möglichen HF gegen den späteren Champion antreten werden ..

    Wie heute bereits getrommelt – „Wolfsburg, welcome to the Allianz Arena“ .. *grins.

  3. Also das stimmt – die ZDF-Kameras waren sehr weit weg (wäre das bei SKY dann auch so gewesen?). Ich fand das aber gut. Das Problem beim TV ist ja, dass sie an sich viel zu nah dran sind und man immer nur den kleinen Ausschnitt zu sehen bekommt, wo der Ball grad ist.

    Für mich als Fernsehzuschauer war nicht nachzuvollziehen, warum der Schiri wie ein Wahnsinniger mit Gelb um sich geschmissen hat.

    Definitiv kann man am TV auch nicht so gut erkennen, wann eine Mannschaft „platt“ ist. Das wäre vielleicht mal eine Aufgabe – durch andere Kameraführung vielleicht.

    Man hat aber definitiv auch am TV gesehen, dass Juve schon fünf Meter vor Neuers Tor mit Pressen angefangen hat. Man hat auch gesehen, dass Bayern den Ball vier-, fünfmal in der eigenen Abwehr zirkulieren lassen musste, bevor was nach vorne ging. Und man hat gesehen, wie schwer sie sich taten, auf den letzten 20 Metern vor dem Juve-Tor Anspielstationen zu finden. Darum verstehe ich nicht ganz, was Du meinst, dass die TVler ein „ganz anderes Spiel gesehen haben“. Dass die ersten 70 Minuten mit das Grottigste waren, was Bayern in den letzten vier Jahren gespielt hat, das hat man definitiv auch am TV gesehen [ ich war kurz davor, in outlook alle Fußballtermine zu löschen und die von Basketball einzutragen ].

    Was der ZDF-Reporter abgesondert hat, weiß ich nicht mehr. Das hat uns in unserer TV / Couchgruppe sicher auch nicht so sehr beeinflusst, weil wir selber die ganze Zeit gebrabbelt haben.

    Für mich war das Spiel in den ersten 70 Min. auf dem Level des 0:4 gegen Real vor zwei Jahren. Man muss es positiv sehen, dass wir heute mehr Varianten anzubieten haben als damals. So genial die Robbery ist – Coman und Costa können mehrere Positionen spielen, vor allem gerade nicht „invers“. Als Allegri gewechselt hatte – vielleicht auch wechseln musste – konnten wir plötzlich ein ganz anderes Spiel spielen. Und die Flanken, die auf unsere zwei Kopfballungeheuer geschlagen wurden, hätte die „Robbery“ nie und nimmer hinbekommen. Well done, Reschke.

    1. „Darum verstehe ich nicht ganz, was Du meinst, dass die TVler ein “ganz anderes Spiel gesehen haben”.

      => Das gilt wohl für jedes Fußballspiel, vlt. für ein derart intensives wie gegen Juve noch mehr. Das ist mir persönlich eben besonders bewusst geworden, als ich mir das Spiel Mitten in der Nacht noch einmal ein paar Stunden nach dem Stadionbesuch angeschaut habe …

      Es gibt im Stadion u.a. aufregende, emotionale und damit einprägsame Szenen, die gehen im TV völlig unter bzw. werden gar nicht(!) gebracht.

      Siehe dazu auch meinen Kommentar an Peter vom 17.03.; 18:22 weiter unten.

      1. „Als Allegri gewechselt hatte – vielleicht auch wechseln musste – konnten wir plötzlich ein ganz anderes Spiel spielen.“

        => hier lieferst du mir für diese Argumentation eine gewisse Steilvorlage. Viele haben dem Juve-Coach vorgeworfen, dass er mit den Auswechslungen von Khedira und Morata die Niederlage eingeleitet hat. Ich sage, dass beide völlig platt waren, zudem gelb-vorbelastet und somit bei dem intensiven Spiel speziell gefährdet.

        Wer im Stadion war, konnte diese Entscheidungen von Allegri absolut nachvollziehen. Reporter (nur am Blidschirm?), die so etwas schreiben, ganz offensichtlich nicht! 😉 .

  4. Vielleicht sollte man auch nicht vergessen zu erwähnen, dass gestern Bayern zum ersten Mal seit Herbst 1974 (2. Runde Landesmeistercup gegen Magdeburg 3:2(0:2) ) in einem Europapokalspiel ein Spiel nach 0:2.Halbzeit-Rückstand gedreht hat.

    Für mich persönlich war es das dramatischste Spiel mit positivem Ausgang 😉 , welches ich jemals in München (Oly und AA) gesehen habe … Am Traumatischsten war natürlich das verlorene Finale dahoam!

  5. Ich weiß nicht, wie der Kommentar im ZDF war, aber ich nehme an, dass die traditionelle TV Kommentator Regel „jeder zweite Satz muss Mist sein“ ebenso eingehalten wurde wie auf Sky.

    Abgesehen davon, wäre es interessant, welche Situationen man anhand der Bilder anders hätte bewerten können als im Stadion.

    1. „Abgesehen davon, wäre es interessant, welche Situationen man anhand der Bilder anders hätte bewerten können als im Stadion.“

      Das wäre ein eigener sehr langer Beitrag! 😉

      Ich persönlich werde zukünftig noch mehr beherzigen, nur noch Spiele ausführlich zu bewerten, die ich selbst im Stadion gesehen habe …

      1. Naja die waren aufjedenfall umfähig die Fauls vor den Fernseher zu zeigen und auch das strittige Abseits sah man nicht außer mit den Satz „war glaub ich kein Abseits“. Das was man sehen konnte, waren die ungewöhnlich vielen Fehler in der Abwehr und das Pressing von Juve, dass sie bis zum 2 Tor, wirklich stark durchgezogen hatten. Nur dann kam der Italenische Fußball zum Vorschein! Zeitspiel Mauern und Schwalben^^^

        Aber insgesammt war der Komentator mal wieder Mist.
        Den rot würdigen Tritt ins gesicht hat er gar nicht erst beactet.
        Und er hat die ganze Zeit davon gelabert, das Bayern nicht mehr gewinnen konnte.
        Naja ich hab zu keinen Punkt gezweifelt, auch wenn ich sehr nervös war.
        Mir war klar, wenn das 1 zu 2 fällt, dann bekommen wir auch irgendwie noch das 2 zu 2 hin.

        1. Respekt, wenn du nie am Weiterkommen gezweifelt hast. Ich habe mich nach 70 min. ganz ehrlich mit dem Ausscheiden abgefunden … Keinem Spieler konnte man vorwerfen, dass er nicht alles versucht hat – aber es schien nichts zu gelingen!
          Die kleine Hoffnung war die sichtbar nachlassende Kondition und damit Konzentration vieler Juve-Spieler. Die waren sichtbar platt, auch wenn Bayern dies zunächst nicht nutzen konnte …

        2. Ich hatte einfach ein gutes Gefühl bei den Spiel und trotz rückstand, blieb es bestehen. Denke hätte es bis zur 80 Minute immer noch 2 zu 0 gestanden, dann hätte ich auch meine Zweifel bekommen;)

        3. Also ich hatte VOR dem Spiel ein sehr gutes Gefühl, nach 5 min. ein besorgtes, nach 30 min. ein bescheidenes … und nach 70 min. ein ganz mieses … 😉
          Aber Ende gut, alles gut!! 😉

    2. @ Peter:

      Ich versuche es doch einmal, weil diese Frage häufiger auf verschiedenen Seiten gestellt wird:

      Jedoch fällt es wirklich schwer, einzelne besonders prägnante Situationen, Szenen zu benennen, weil es im TV insgesamt quasi ein anderes Spiel ist.

      Es gab z.B. einige extrem nicklige Szenen, die immer die Gemüter der Stadion-Fans, die einigermaßen in der Nähe des Geschehens waren, extrem erhitzt haben. Im TV wurden die Szenen z.T. vom Reporter nicht einmal erwähnt bzw. kommentiert. Ich fand die Kameraführung im ZDF auch eigenartig – war “irgendwie” sehr weit weg vom Geschehen … Ich hatte bei der “Nachbetrachtung im TV” das Gefühl, dass Szenen ausgeblendet wurden. Es gab sehr viele “Nebenkriegsschauplätze” überall auf dem Feld, die die Kameras auch nicht gleichzeitig einfangen konnten.

      Dann haben wir die Leistung von Benatia im Stadion wesentlich besser gesehen, als diese offensichtlich von allen Fernsehkommentatoren und -Zuschauern gesehen wurde.
      Als ich ihn allerdings selbst im TV in seinen Offensivbemühungen gesehen habe, wirkte er in der Tat sehr passiv. Aber: weil ich schon im Stadion vorher den gesamten Überblick hatte, wusste ich auch, warum er so gespielt hat – es gab ganz einfach keine Anspielstationen. Jede Aktion von ihm wäre ein Risikopass gewesen – von Guardiola nicht geliebt. Diese klärende Gesamtsituation blieb dem Fernsehzuschauer verborgen …
      OK, beim 0:2 hätte er taktisch foulen müssen und eine gelbe Karte in Kauf nehmen, aber da war er nicht der einzige – die Morata-Aktion vom eigenen Strafraum wurde offensichtlich in ihrer Entstehungsgeschichte von der gesamten Mannschaft unterschätzt, nach dem Motto: “da sind ja noch 4 von uns, muss ich nicht volles Risiko gehen” ….

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