Mario Götze – Comeback gegen Mainz 05?

Mario Götze 2.3.16

Mario Götze ist wirklich so etwas wie die tragische Figur des FC Bayern seit seiner Verpflichtung 2013. Und ja, natürlich habe ich dabei nicht Holger Badstuber mit seiner unendlichen Verletzungshistorie vergessen. Aber „Die Leiden des jungen Holger B“ sind eine ganz andere Story, denn gerade diese Leidensstory macht ihn zum tragischen Volkshelden. Bei Götze ist das ganz anders.

Nach seinem fabelhaften Auftritt gegen Borussia Dortmund am 4. Oktober 2015 habe ich ganz euphorisch geschrieben „Mario Götze – endgültig beim FC Bayern angekommen“ https://petersgradmesser.wordpress.com/2015/10/05/mario-goetze-endgueltig-beim-fc-bayern-angekommen/ . Nicht einmal eine Woche später erlitt er eine schwere Adduktorenverletzung im EM-Qualifikationsspiel in Irland, welche als Konsequenz hatte, dass er bis zum heutigen Tag keine einzige Spielminute mehr für seinen Verein auf dem Platz stand.

Eigentlich erwartete man sein Comeback bereits im Heimspiel gegen Darmstadt 98 vor 11 Tagen. Dieses wäre in Form einer Einwechslung in der zweiten Halbzeit sicher auch gekommen, wenn nicht das Spiel trotz einer gigantischen Überlegenheit des FC Bayern fast bis zum Schlusspfiff ergebnismäßig offen gewesen wäre. Pep Guardiola hat – vollkommen zu Recht – taktisch anders eingewechselt. Und auch bei den schweren und eminent wichtigen Auswärtspartien in Turin und Wolfsburg hatte Guardiola andere in dem Sinn „bessere“ Alternativen, weil alle anderen sechs Offensivkräfte des FCB entweder in grandioser Form sind (Lewandowski, Müller), eine andere Rolle spielen (Coman, Costa) oder auch nach ebenfalls langen Verletzungen weiter bzw. fitter sind (Ribéry, Robben). Wäre Götze ein Mitglied der verletzungsgeplagten Innenverteidigung, hätte er längst ausgiebige Einsatzzeiten bekommen.

Götzes spezielles Pech ist auch, dass sein Werdegang medial immer mit der „Causa Guardiola“ verbunden wird. Man kann manchmal durchaus den Eindruck gewinnen, dass er beim „Pep-Bashing“ in die Rubrik „Kollateralschaden“ fällt.

Dass Götze Anfang Oktober wohl endgültig den Durchbruch bei Bayern geschafft hat, bzw. muss man nun sagen „geschafft hätte“, ist nach seiner nun fast fünfmonatigen Verletzungspause vollkommen in Vergessenheit geraten. Götze gilt – allerdings fast ausnahmslos – bei den „älteren Fans“ als Problemfall. Besonders bitter ist, dass sich ein langzeitverletzter Spieler nicht wirklich gegen viele falsche Vorurteile wehren kann.

Man muss schon fast bösartig sein, wenn man dem 23-Jährigen nicht ein baldiges gutes Comeback wünschen würde, am besten schon heute gegen Mainz 05. Dann würde nämlich vielen negativen Gerüchten sehr schnell die Substanz entzogen werden: Denn Götze hat angeblich „schon lange mit Bayern abgeschlossen“. „Götze war nie ein Wunschspieler von Guardiola“. „Götze wird bei Guardiola links liegen gelassen“. „Götze wird bei Ancelotti auf der Abschussliste stehen“. Diese zum Teil wirklich haltlosen Statements könnte man beliebig fortführen.

Guardiola hat sich auf der gestrigen PK wie folgt zu Mario Götze geäußert: „Mario Götze war sehr wichtig, ist sehr wichtig und wird sehr wichtig werden. Vor seiner Verletzung war er in Top-Kondition. Früher oder später wird er mit uns spielen. Manche denken, oh, der ist speziell, nein ist er nicht. Er ist sehr professionell, denkt 24 Stunden nur an Fußball.“

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Vielleicht noch, dass ich ihn schon bei seiner Einwechslung im WM Finale als entscheidenden Torschützen prognostiziert habe – und zwar unter Zeugen  😉 Nun denke ich bei Pep´s „er wird sehr wichtig werden“ an ein gewisses Finale Ende Mai in Mailand!  😉

17 Kommentare zu „Mario Götze – Comeback gegen Mainz 05?“

  1. Mit dem Comeback gegen Mainz wurde es für Götze ja nichts… Vielleicht für ihn persönlich nicht so schlecht, weil man sich die einzige Heimniederlage im bisherigen Saisonverlauf eingehandelt hat. Götze-Comeback und gleich mit Heimniederlage – wäre auch keine schöne Schlagzeile für ihn gewesen.

    Nun endlich sein Comeback gegen Werder. Für mich ein gelungenes: 54 Minuten gespielt, 2 Torabschlüsse, die bei etwas mehr Glück auch durchaus hätten zu Toren führen können, ständig in Bewegung, 48 Ballkontakte und stolze 7,6km Laufleistung!! Auf 90 Minuten hoch gerechnet wären das stolze 12,7km … und das auf dieser Position (in etwa eine 10er Position am Samstag)!

      1. Ja, das mit dem schwachen Gegner stimmt natürlich.
        Aber es ist häufig in der AA auch so, dass der Gegner so schwach ist, wie ihn der FCB macht. Es war dieses Mal eine starke geschlossene Mannschaftsleistung von der 1. Minute an.
        Götze war IMHO aber auch daran hauptbeteiligt, dass Coman sehr stark gespielt hat … er hat die Bremer Verteidiger immer wieder auf sich gezogen, so dass Kingsley ins Eins gegen Eins gehen konnte. Auf der anderen Seite hatte Ribéry weniger Unterstützung, dafür aber mit Alaba einen starken „Spielkameraden“ von hinten kommend 😉

        1. Ich hätte fast gesagt, dass das Nichtvorhandensein von Lewa in der 1. HZ den Bayern ganz gut getan hat. So konnten mehr Nadelspieler von außerhalb des Strafraums in diesen eindringen.

        2. Wenn Lewy (anstelle von Müller) begonnen hätte, hätte er wohl auch mindestens zwei (eher mehr) Tore gemacht!

          Aber Götze, Müller und Lewy …das geht wohl kaum – die stünden sich dann gegenseitig auf den Füßen 😉

        3. Weiß nicht. Kann sein. Für mich ist Lewa ein Spieler, der immer von der Bank kommen sollte.
          Ich weiß das klingt hart, ist aber so. 😉

        4. Genau das ist das Problem dabei. Leider. Wär zu schön so eine Waffe von der Bank bringen zu können.

        5. Aktuell hat Bayern ein ganzes „Waffenarsenal“ auf dem Feld und auf der Bank! Wahrscheinlich die weltweit beste Besetzung von der Qualität und „Quantität der Qualität“ 😉

  2. Als Bayernsympathisant gönne ich natürlich dieser herausragenden Mannschaft den Einzug ins Finale. Mario Götze ist und bleibt unser Held und natürlich hoffe ich, dass er am Samstag im Topspiel eingewechselt wird. Zurückkommend auf die CL. Zwar sind die Münchner zu Hause eine Macht, abgesehen vom Mainz Spiel, aber man sollte erst einmal an das Rückspiel gegen Juve denken bevor man schon in Mailand ist. Das Ticket fürs Viertelfinale ist noch nicht gelöst.

  3. „Vielleicht noch, dass ich ihn schon bei seiner Einwechslung im WM Finale als entscheidenden Torschützen prognostiziert habe…“

    Nicht nur Du petersgradmesser, nicht nur du… 😉
    Und auch ich habe Zeugen. Was bei mir aber noch erschwerend dazukommt, ist, dass ich das schon vor (!!) seiner Einwechslung prognostizierte. 😉

    1. Sehr gut, sehr gut! 😉

      Und jetzt einigen wir beide uns darauf, dass er in Mailand das entscheidende Tor schießt!!! 😉
      Denn dann kann wirklich nichts mehr schief gehen! haha

      DEAL??!!

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