Mario Götze – endgültig beim FC Bayern angekommen!

Mario-Goetze

Hiermit würde ich gerne ein Kapitel schließen, welches seit dem viel diskutierten Wechsel von Mario Götze vom BVB zum FC Bayern im Sommer 2013 zum großen Teil von den Medien schlichtweg per Falschinformationen forciert worden ist. So machten die Medien in der Bundesligasaison 2014/15 aus dem Bayernspieler mit den meisten Bundesligaeinsätzen (32, wie auch Manuel Neuer und Thomas Müller) und mit den fünftmeisten BL-Einsatzminuten (nach Neuer, Bernat, Lewandowski und Müller) einen Edelreservisten von Pep Guardiola, von diesem nicht geschätzt und geliebt. Viel Zündstoff vor allem für die BVB-Fans, die ihn mehrheitlich immer noch als „Judas“ verachten, aber auch für viele erschreckend uninformierte Bayernfans.

Diese Art der Informierung setzte sich auch in der noch jungen Saison 2015/16 fort, mit einem zwischenzeitlichen Höhepunkt nach den beiden EM-Qualifikationsländerspielen Anfang September gegen Polen und Schottland, als Götze vor allem gegen Polen groß auftrumpfte und zwei Tore zum 3:1 Sieg der Deutschen beigetragen hat. „Ja, so stark kann bzw. könnte Mario Götze sein, wenn er bei Pep Guardiola die Unterstützung und das Vertrauen wie beim Bundestrainer bekommen würde!“ So der öffentliche Grundtenor. Und – man ahnt es fast – auch hier wurde an der Realität kräftig manipuliert: Obwohl die Konkurrenz beim FC Bayern in der Offensive mit Lewandowski, Müller, Ribéry, Robben, nun zusätzlich mit Costa und Coman wesentlich größer als in der deutschen Nationalelf ist und war, hat(te) Mario Götze bei Bayern durchschnittlich mehr Einsatzzeiten als in der Nationalmannschaft.

Die Dortmunder Fanfraktion – zuletzt durch eine zumindest ungeschickte Äußerung seines wesentlich weniger begabten ehemaligen BVB-Kollegen Marcel Schmelzer befeuert – behauptet zudem genauso uninformiert wie genüsslich meist in gehässiger Art und Weise, dass dieser „geldgierige Judas diesen Karriereknick mehr als verdient hätte“. Er sei ausschließlich des Geldes wegen nach München gegangen, hätte hier keinen Spaß und keine Freunde im Verein.

Ich persönlich weiß nicht, ob es einen einzigen Dortmunder gibt, der nur ansatzweise verstehen kann, dass Spitzen- bis Weltklassefußballspieler natürlich fürstlich entlohnt werden möchten, es ihnen aber mindestens in gleichem Maße darum geht, dass sie sich selbst weiter entwickeln, was bei Weltklassevereinen wie Bayern eben besser funktioniert als bei einem deutschen Spitzenverein wie Borussia Dortmund. Und der Weg ganz zur Spitze ist eben härter, als auf hohem Niveau beim BVB zu stagnieren. Das Mobbing und Bashing gegen Götze, von kleineren Teilen der BVB-Fangemeinde auch gegen Robert Lewandowski, hat teilweise schon nahezu perverse Züge angenommen. Selbst die Tatsache, dass er im Juli 2014 Deutschland zum Weltmeister geschossen hat, bewahrte ihn nicht vor einer nahezu menschenverachtenden Reaktion des Publikums im Signal Iduna Park, wenn Bayern dort aufkreuzte.

Bis gestern Abend, 4. Oktober 2015, 17:30 Uhr, Allianz Arena München, Gipfeltreffen zwischen dem souveränen Tabellenersten Bayern München und seinem unmittelbaren Verfolger Borussia Dortmund, konnte man fast das Gefühl haben, dass Mario Götze als einziger nicht an diesem Supersaisonstart der Bayern teilgenommen hat. Dabei wurde z.B. von großen Teilen der Medien sein grandioser Treffer zum vorentscheidenden 2:0 beim 3:0 CL-Auswärtssieg in Piräus kaum gewürdigt. Lieber rätselte man, ob Müllers 1:0 nun ein gewollter Schuss war oder doch eher als Flanke geplant war.

Aber seit dem gestrigen fulminanten 5:1 der Bayern gegen Götzes ehemaligen Verein sollte doch die Wahrnehmung in ganz Fußball-Deutschland anders sein.

Nachdem er noch kurz vorher selbst das 4:1 verpasst hatte, bereitete Götze mit einem Traumpass das 4:1 von Lewandowski, der endgültigen Spielentscheidung, vor. Für mich war alleine dieser Pass das Eintrittsgeld wert! Und dann quasi als Sahnetüpfelchen schoss er selbst noch das 5:1!

Seit gestern Abend sollte auch der letzte BVB-Fan wissen, warum Götze nun in München spielt … und es hat sicher nicht überwiegend mit dem üppigen Gehalt zu tun, welches er ihrer Meinung nach bislang als Teilzeitarbeiter in München verdient hat!

Götze lieferte 90(!) Minuten eine Spitzenleistung ab – und sämtliche Diskussionen, ob er bei Bayern beim richtigen Verein ist, sollten damit endgültig beendet sein!

5 Kommentare zu „Mario Götze – endgültig beim FC Bayern angekommen!“

  1. wenn ich pep wäre würde ich den verein verlassen , und kein bayer sein , pep ist zu schade den verein , pep hat seine klasse bewiesen ,
    pep würde ich gerne bei eindhoven oder prag sehen , das wäre interessant , ich mag den mann und wünsche dem mann weiterhin alles gute

    1. Dann sind wir wohl nicht ansatzweise einer Meinung 😉

      Ich dagegen denke, dass es aktuell für Bayern keinen besseren Trainer gibt als Guardiola, und dass der FCB auch aktuell der beste Verein für Pep ist.

      Allerdings ist dieser Beitrag Mario Götze gewidmet … Was fällt Dir zu ihm ein?

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