Münchens „Wahre Liebe“ – FCB

Bayern-Atletico 1974

Als ich im Mai 1963 in München geboren wurde und dem FC Bayern im gleichen Monat mitgeteilt wurde, dass er im Bundesliga-Gründungsjahr leider nicht für die höchste deutsche Fußballspielklasse qualifiziert sei, war eine „gemeinsame Erfolgsstory“ vom FC Bayern und mir nicht unbedingt vorhersehbar. Die Erfolge der jungen Bayerntruppe um Beckenbauer, Maier und Müller in den 1960er Jahren habe ich noch nicht bewusst mitbekommen, auch wenn ich aus einer FC Bayern- Fan-Familie stamme. Dabei war weniger die Tatsache entscheidend, dass ich meine ersten fünfeinhalb Lebensjahre als „Giesinger Bub“ verbracht habe, als dass wir damals schlichtweg kein Fernsehgerät in unserem Haushalt hatten.

Aber ab der Saison 1970/71 – animiert durch die Fußball WM 1970 in Mexico – habe ich den Spitzenfußball im Allgemeinen und jedes Spiel meines FC Bayern im Speziellen immer mehr in mir „aufgesaugt“. Ab August 1970 saß ich gefühlt an jedem Samstagnachmittag zusammen mit meinem Vater vor dem Radio und wir fieberten gemeinsam bei der legendären Bayern 1 Kultsendung „Heute im Stadion“ mit dem FC Bayern mit. Die Leidenschaft war schon damals – ohne Sky, Liveticker, Videotextinfo – riesengroß! Nur die zwei bis drei BL-Topspiele wurden in der Sportschau von ca. 18:00 bis 18:30 in Ausschnitten gezeigt. Bei (internationalen) Abendspielen fieberte ich schon dem Morgen entgegen, um so früh wie nur möglich aus der Zeitung die Spielresultate zu erfahren.

Und am 29. Mai 1971 war es soweit! Zusammen mit meinem Vater, meinem Großvater und einem Onkel aus Österreich, der, seit ich mich erinnern kann, auch immer schon Bayern-Fan gewesen war, durfte ich das erste Mal ein Spiel meiner Bayern live im Grünwalder Stadion erleben. Der Gegner hieß Eintracht Braunschweig. Ich erinnere mich noch sehr gut – es war der vorletzte Spieltag der Saison und der damalige große Konkurrent Borussia Mönchengladbach war vor dem Spieltag punktgleich nur knapp aufgrund des Torverhältnisses in der Tabelle vor dem FC Bayern. Wir kamen etwas zu spät zum Spiel, genau in dem Moment, als Beckenbauer in der 4. Minute das 1:0 für Bayern erzielte. Für mich war es ein großartiges Erlebnis, auf einem Küchenschemel stehend (!) an meinen Vater gelehnt bejubelte ich das 4:1 der Bayern, die nun ihrerseits aufgrund des besseren Torverhältnisses in der Tabellen an den Borussen vorbei zogen.

Eine Woche später verlor der FC Bayern 0:2 beim MSV Duisburg und damit das Meisterschaftsrennen gegen Gladbach. Es war eigentlich ein herrlicher Frühsommertag, wir verbrachten den Fußballnachmittag an einem Badesee, vor einem Transistorradio fieberten wir bei der Meisterschaftsentscheidung mit – die Leute ringsherum taten in meiner Erinnerung dasselbe. Für mich war das die erste große Fußballenttäuschung meines Lebens und gefühlt ein verregneter kalter Novembertag.

Die nächsten Jahre als Bayernfan waren jedoch ein einziger Genuss. Schon drei Wochen nach dieser Enttäuschung gewannen die Bayern zum fünften Mal den DFB-Pokal mit einem 2:1 n.V. im Finale gegen den 1. FC Köln. Bayern spielte ab Mitte der 2. Halbzeit aufgrund eines Platzverweises in Unterzahl und es war das erste FCB-Livespiel, das ich selbst bewusst im (Schwarzweiß)Fernsehen erleben durfte. In den Sommerferien 1971 war ich mit meinem Vater und Freunden das erste Mal bei einem Lokalderby im Stadion: Nach 0:1 Rückstand besiegten die Bayern die „Sechzger“ mit 7:1. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei ein junger Spieler namens Uli Hoeneß, der direkt vor meinen Augen die Außenlinie entlang stürmte und zwei Tore erzielte. In den nächsten drei Jahren (1972-1974) wurde Bayern jeweils Deutscher Meister und ich besuchte zusammen mit meinem Vater und manchmal auch meinem Großvater meine ersten Bayernspiele im Olympiastadion. Zum ersten Mal beim 7:2 (nach Zwischenständen von 2:0 und 2:2) gegen Hannover 96 im November 1972.

Der nächste ganz große Höhepunkt meiner noch jungen Karriere als FC Bayernfan war das Endspiel im Europapokal der Landesmeister im Mai 1974 im Brüsseler Heyselstadion. Der FC Bayern hatte sich das erste Mal in seiner Vereinsgeschichte für das Finale des wichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs qualifiziert und obwohl nur ein einziges Spiel bis zum Halbfinalrückspiel gegen Ujpest Dosza Budapest (3:0 im Olympiastadion) live im Fernsehen gezeigt worden ist, kann ich mich noch heute an jedes Spiel des Wettbewerbs – meist vor dem Radio sitzend – lebhaft erinnern: 3:1 / 1:3n.V. mit anschließendem Sieg im Elfmeterschießen in der 1. Runde gegen den schwedischen Meister Atvidaberg FF. Bayern holte in der anschließenden Winterpause dessen besten Mann Conny Torstensson, der entgegen der heutigen UEFA-Statuten sogar noch für diesen Wettbewerb spielberechtigt gewesen ist. Es folgte in der 2. Runde ein 4:3 nach zweimaligem Rückstand gegen Dynamo Dresden im Heimspiel. Das Rückspiel in Dresden wurde dann – es war ein Prestigeduell BRD gegen DDR – sogar live im Fernsehen gezeigt. Ein überragender Uli Hoeneß lief in der ersten Halbzeit seinem Gegenspieler ein ums andere Mal auf und davon – in meiner Erinnerung scheiterte er noch bei seinen ersten beiden Sololäufen, um dann aber doch quasi im Alleingang für eine scheinbar beruhigende 2:0 Halbzeitführung zu sorgen. Nach der Halbzeit drehte dann Dresden den Spieß um und ging schnell selbst mit 3:2 in Führung, was das frühe Wettbewerbs-Aus für Bayern bedeutet hätte (und vielleicht wäre diese grandiose internationale Ära jener Zeit dann sogar anders verlaufen). Aber der Bomber der Nation, Gerd Müller, glich zum 3:3 aus und Dresden wurde mit diesem Resultat in der 2. Runde des Wettbewerbs ausgeschaltet.

Im Frühjahr ging es weiter mit dem Viertelfinale gegen den bulgarischen Meister, den Armeesportverein ZSKA Sofia. Sofia hatte in der Vorrunde sensationell den Seriensieger des Wettbewerbs (1971-1973), Ajax Amsterdam, eliminiert. Allerdings muss man auch erwähnen, dass Ajax durch den Abgang seines damaligen Superstars, Johan Cruyff, zum FC Barcelona doch erheblich geschwächt war, und nur noch einmal – über 20 Jahre später – dieses Niveau erreicht hat. Bayern setzte sich gegen ZSKA mit 4:1 und 1:2 durch. An was ich mich erinnern kann, ist ein Interview mit Gerd Müller im Kicker nach dem Rückspiel in Sofia, in dem er erzählte, dass er – das Strafraumphantom – noch nie in einem Spiel so viel und jetzt kommt es – im MITTELFELD – gelaufen wäre!

Das Halbfinale gegen Ujpest Dosza – was waren das damals nur für Fußballgiganten auf dem Weg zum größten Triumph der damaligen Klubgeschichte! 😉 – war ziemlich problemlos. Nach dem 1:1 in Budapest wurden die Ungarn im Rückspiel mit 0:3 nach Hause geschickt!

Das Europapokalfinale gegen Atlético Madrid beginnt in meiner Erinnerung erst in der 114. Minute: Luis Aragonés erzielte mit einem Freistoßtor aus 20 Metern das 1:0 für Atlético, was bei uns zu Hause Weltuntergangsstimmung auslöste. Gott-sei-Dank wurde diese in der 120. Minute durch einen „Sonntagsschuss am Mittwochabend“ von einem gewissen Hans Georg „Katsche“ Schwarzenbeck beendet. Ich weiß nur, dass ich damals als Elfjähriger sofort im Anschluss erschöpft aber vor allem erleichtert in mein Bett gefallen bin. Denn damals gab es noch kein nervenaufreibendes Elfmeterschießen, sondern nur ganze zwei (!) Tage später ein Wiederholungsspiel im selben Stadion. Vor diesem Spiel diskutierte man beim FC Bayern eher scherzhaft, ob man einen Mann in der Mauer hochheben sollte, wenn Aragonés noch einmal zu so einer Freistoßgelegenheit kommen sollte! Dazu kam er nicht noch einmal und Bayern gewann dieses Wiederholungsspiel ganz souverän 4:0 durch jeweils zwei Tore von Uli Hoeneß und Gerd Müller, eines schöner als das andere. Beim Sololauf zum 4:0 durch Uli Hoeneß kann ich mich noch an den Fernsehkommentar erinnern: „und jetzt hauen sie ihn um…“! Taten sie aber nicht! 😉

Ergänzend zu diesem Spiel kann ich mich noch erinnern, dass Bayern am nächsten Tag, am Samstagnachmittag, also ungefähr 17 Stunden nach Spielende des Europapokalfinales beim Tabellenzweiten in Gladbach verständlicherweise mit 0:5 unterging. Wahrscheinlich hatte zu dem Zeitpunkt kein Bayernspieler nach einer ausgiebigen Feier in der vergangenen Nacht weniger als 1 Promille Alkohol im Blut. Die Meisterschaft war – glücklicherweise für Bayern – schon eine Woche zuvor entschieden worden. Noch heute frage ich mich, was damals eigentlich passiert wäre, wenn dieses Spiel am 34. Spieltag der BL-Saison 1973/74 noch von entscheidender Bedeutung gewesen wäre …

Nach dieser grandiosen Saison mit dem dritten Deutschen Meistertitel in Serie und dem ersten Landesmeistercupsieg gewannen noch sieben Bayernspieler die Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land. Und ich war gerade erst 11 Jahre alt! Ein elfjähriger Erfolgsfan? Denn es wäre schlichtweg gelogen, wenn ich behaupten würde, dass mich diese ersten „Fanjahre“ mit meinem FC Bayern nicht in meiner „Fußball-Weltanschauung“ geprägt hätten … Zudem gewann der FC Bayern 1975 und 1976 abermals den Europapokal der Landesmeister – ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich zu diesen Triumphen ebenfalls noch sämtliche Spiele sehr gut im Gedächtnis habe, zumal die Anzahl der Liveübertragungen der Spiele im Fernsehen in dieser Zeit ständig angestiegen ist. Ende des Jahres 1976 wurde der FC Bayern zudem zum ersten Mal Weltpokalsieger – man setzte sich in Hin- und Rückspiel gegen den brasilianischen Südamerikacup-Gewinner Cruzeiro Belo Horizonte durch. Das Hinspiel fand bei Schneegestöber vor 18.000 Zuschauern(!) im Olympiastadion statt. Nachdem es keine Fernseh-Live-Übertragung gegeben hat, fieberte ich einmal mehr vor dem Radio beim 2:0 Sieg der Bayern mit. Das Rückspiel in Belo Horizonte vor 120.000 Zuschauern fand dagegen – kurz vor Weihnachten – bei 35°C statt. Es muss eine regelrechte Abwehrschlacht der Bayern um die Abwehrtürme Beckenbauer und Maier gewesen sein – so hatte ich jedenfalls die Berichte am nächsten Tag in Erinnerung. Eine Live-Übertragung – selbst im Radio – gab es damals wohl nicht, und wenn, dann muss sie mitten in der deutschen Vorweihnachtsnacht gewesen sein. Nach einem 0:0 in Brasilien brachte der FCB jedenfalls den Pokal mit nach München!

In dieser Zeit begann ich auch regelmäßig – mittlerweile immer weniger in väterlicher Begleitung, sondern mehr mit Freunden – zu Bundesligaspielen des FC Bayern ins Olympiastadion zu gehen: Die Stehplatzkarte für Kinder in der Kurve kostete 2 (ZWEI!) DM. Ab 14 Jahren (Jugendliche) waren es dann 5 DM für den Stehplatz. Und ich kann mich noch erinnern, dass mein Vater, wenn er im Stadion dabei war, immer das Stadionheftchen (für 50 Pfennige?) kaufte – dieses wurde von den herumlaufenden Verkäufern immer mit „Die BLAUE(!!), die Genaue … mit der Mannschaftsaufstellung!!“ ausgerufen. Heute wäre das bzw. die Farbe undenkbar! 😉

Damals war es übrigens noch in keinster Weise üblich, dass der „FC Bayern-Stadion-Nachwuchs“ immer zu Saisonbeginn vom Vater ein neues Trikot und / oder einen neuen Schal bekommen hat. Mein erstes „Stadionutensil“ war ein selbstgestrickter rot-weißer Wollschal! In der dritten Grundschulklasse hatten wir – für uns Jungs zwei „Folterstunden“ – Handarbeiten. Und unserer Lehrerin fiel nichts Grausameres ein, als dass sie uns – ja, auch die Jungs! – STRICKEN ließ. Keine Ahnung, ob sich dabei jemals jemand ungeschickter angestellt hat als ich – aber ich hatte eine ganz tolle Großmutter: sie vollendete meine Handarbeitshausaufgabe zu einem 2,80 Meter langen kuschligen rot-weißen Wollschal! 😉 Dieser kommt bei kalten Winterspielen in der Allianz Arena noch heute zum Einsatz.

Zu meinem original rot-weiß längsgestreiften 😉 FC Bayern-Baumwolltrikot bekam ich zudem von meinem Vater vor einem Freitagabendspiel im September 1976 gegen Tennis Borussia Berlin eine kleine FC Bayern-Fahne. An diesen Abend erinnere ich mich noch besonders gut und gerne: Die Bayern schossen die Berliner mit 9:0 ab – der bislang höchste BL-Sieg des FCB, bei dem ich live dabei war. Held des Abends war Gerd Müller. Soweit ich mich richtig erinnere, war er vorher einige Zeit verletzt gewesen und wurde von den Bayernfans mit „Müller, unser Fußballheld, der niemals auf die Schnauze fällt!“ gefeiert. Dieser aus heutiger Sicht etwas eigenartige Text war an den damaligen Schlager „Tarzan, unser Dschungelheld, der….“ angelehnt – ein grausames Lied, aber DER SCHLAGER des damaligen Abends. 😉 Zum 9:0 Sieg der Bayern trug der Bomber übrigens fünf Tore bei!! Dass auch ein gewisser Kalle Rummenigge an jenem Abend drei Tore schoss und dass dieses Spiel vor lediglich 15.000 Zuschauern stattfand, hätte ich jedoch ohne Nachschlagen nicht mehr gewusst! Und dass ich an jenem Abend meine neue Fahne fast 90 Minuten geschwenkt habe, muss ich wohl auch kaum erwähnen.

Insgesamt musste man jedoch leider konstatieren, dass die Jahre 1975 und 1976 zwar noch von internationalen Erfolgen geprägt waren, jedoch spielte der FC Bayern nach 1974 in der Fußball-Bundesliga in fünf aufeinander folgenden Jahren nur noch eine bescheidene Rolle und schon gar nicht um die Meisterschaft mit. Ich kann mich noch mit Grausen daran erinnern, als ich in den Sommerferien 1974 in Spanien aus der Zeitung ein 0:6-Debakel der Bayern gegen Kickers Offenbach am 1. Spieltag der BL-Saison 1974/75 erfahren musste. Die satten Weltmeister und Europapokalsieger kamen danach in der gesamten Saison nie richtig in die Gänge, auch nachdem „Napoleon“ Dettmar Cramer Udo Lattek in der Winterpause als Trainer abgelöst hatte.

Erst das kongeniale Duo „Breitnigge“ unter dem neuen jungen Manager Uli Hoeneß spielte 1979/80 wieder um die Meisterschaft mit und gewann diese tatsächlich auch. In der Saisonvorbereitung durfte ich mit meinem damaligen B-Jugend-Team sogar das Vorspiel zum Spiel unserer ersten Mannschaft gegen die „großen Bayern“ anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums bestreiten – davon ist mir neben dem 5:1-Sieg der Bayern vor allem noch die Beschwerde von Paul Breitner über die Münchner Bezirkssportanlage in Erinnerung geblieben. Von einem „Scheißheislplatz“ war die Rede – typisch Paul Breitner! 😉

Bis zum heutigen Tag habe ich unzählige Höhen aber auch Tiefen mit diesem Verein erlebt: Die Radioreportagen wurden durch Fernseh- und Internetliveticker ersetzt, ebenso wie die sehr häufigen Stadionbesuche im Olympiastadion durch eine Jahreskarte (seit 15 Jahren) zuerst im Oly, seit 2005 in der Allianz Arena getoppt worden sind. Dennoch, denke ich, haben mich diese Kinder- und Jugendjahre wohl am meisten geprägt: Als Elfjähriger hat „mein Verein“ quasi schon alles gewonnen, was zu gewinnen war, in den anschließenden fünf Jahren musste ich mich mit einem stetigen Abwärtstrend sicher nicht anfreunden, wohl aber „vertraut“ machen.

Als Fan des FC Bayern wird man landauf landab sofort als „Erfolgsfan“ kategorisiert – jeder kann sich aber nach diesem Beitrag selbst ein Bild davon machen, ob dies für mich zutrifft, oder ob es sich hierbei um „wahre Liebe“ zu einem Verein handelt. Und ich bin mir sicher, dass es unter den Bayernfans noch viele ähnliche Fälle gibt … ich jedenfalls kenne einige davon 😉

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2 Kommentare zu „Münchens „Wahre Liebe“ – FCB“

  1. Das 9:0 gegen TB Berlin war in der Saison 1976/1977 – die erste von drei titellosen Spielzeiten. Ohne Nachschauen hätte ich gesagt, einmal Kapellmann und je viermal Müller und Rummenigge. ..auch nicht richtig, aber fast ..

    Von dem Spiel habe ich übrigens kaum was mitbekommen. Die Samstagszeitung hatte ich wohl nicht gelesen, und am Montag gab es nur einen ganz kurzen Bericht in der Süddeutschen ..

    Diese drei Jahre waren auch deshalb so „hart“ für einen jungen Bayernfan, weil damals der Lokalrivale zweimal den Bundesligaaufstieg geschafft und einmal dieses berüchtigte November-Lokalderby gewonnen hatte. Dazu kamen die Abgänge von Beckenbauer, Maier, Müller, die Verletzung von Hoeness – da man damals nicht einfach irgendwo einen „Eins zu eins Ersatz“ kaufen konnte, waren das einschneidende Vorgänge. Man musste sich damals schon verteidigen und wehren können, wenn die übliche Frage kam: „Bayern oder Sechzger?“

    Fußball hatte damals übrigens noch immer das Image eines leichten Proletensports. Das war ein wirksames Mittel gegen „Erfolgsfans“ ..

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