FC Bayern – Niemals Aufgeben!

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Heute Morgen wurde ich nach einer sehr kurzen und unruhigen Nacht – ich habe mir das komplette Champions League Halbfinale Barcelona – Bayern zur Analyse noch einmal bis 02:30 (oder war´s 03:00) Uhr? angeschaut – von folgender WhatsApp-Message geweckt: „Seuchensaison! Jetzt können sich wenigstens die Verletzten erholen…!“

Diese an sich niederschmetternde Kurznachricht war dann für einige Zeit am Vormittag die einzig vernünftige und zutreffende Aussage, die mich an „The Day after“ erreicht hat. In Gedanken bin ich griesgrämig den Spielfilm der 0:3-Niederlage der Bayern noch einmal durchgegangen, wobei es wirklich sehr hilfreich ist, wenn man sich mit einigen Stunden Abstand noch einmal „in Ruhe“ so ein aufregendes aufwühlendes Spiel anschaut.

Bayern ist mit etwas Glück und vor allem dank Manuel Neuer mit einem 0:0 in die Halbzeitpause gegangen. Der ZDF-Reporter Béla Réthy hat zwar ein Chancenplus pro Barça in Höhe von 8:1(!) in der 1. Halbzeit gesehen, aber auch beim zweiten Mal Anschauen lautete mein diesbezüglicher Score 3:1, vielleicht 4:1, auch wenn es ab und zu turbulent im und um den Bayernstrafraum zugegangen ist. Und es hätte sogar 1:0 für Bayern stehen können, wenn Robert Lewandowski bei einer klasse Kombination mit Thomas Müller den Ball völlig frei stehend vor dem Tor richtig getroffen hätte. Ob ihn dabei seine Gesichtsmaske – der Ball kam eventuell aus einem ungünstigen Winkel für ihn – behindert hat, kann nur er wissen. Leider hat Bayern einige vielversprechende Angriffsansätze nicht richtig gut zu Ende gespielt. Trotzdem hatte man das Gefühl, dass sich Guardiolas Team immer besser ins Spiel gekämpft hat.

Dieses positive Gefühl wurde in den ersten zehn Minuten der 2. Halbzeit sogar mit noch mehr Hoffnung genährt. In diesem Zeitraum beherrschte Bayern Barcelona völlig und kurz nach Wiederanpfiff verhinderte Dani Alves eine Großchance von Robert Lewandowski per Trikot-Reißfesttest ganz knapp vor dem Strafraum und weil ein Abwehrspieler ungefähr auf gleicher Höhe parallel mitgelaufen ist, gab es – aus Bayernsicht leider – wohl zu Recht keinen Platzverweis. Den nachfolgenden Freistoß „versemmelte“ Xabi Alonso etwas kläglich – aus einer Position, von der er in dieser Saison, zuletzt vor zwei Wochen gegen Porto, schon dreimal getroffen hatte.

Als ich mir die 2. Hälfte mitten in der Nacht in Ruhe anschauen konnte, stellte ich – zum Teil sogar erstaunt – fest, dass Bayern eine halbe Stunde lang zum Teil grandios kombinierte. Barcelona hatte mehrmals für lange Zeiträume gar keinen Zugriff auf das Spiel. Was man aber natürlich auch in dieser Phase bemängeln konnte, war, dass kein richtiger Zug zum Tor Barcelonas vorhanden war. Und wenn man einmal in einer guten Position war, dann kam der letzte Pass nicht oder man versäumte es, einmal zum richtigen Zeitpunkt abzuziehen. Auch Freistöße aus wirklich vielversprechenden Positionen wurden nicht konsequent genützt – ich weiß nicht, wie oft ich in dieser Phase an den verletzten „Scharfschützen“ David Alaba denken musste. Dies konnte man bemängeln, musste es aber nicht zwangsläufig: denn Bayern konnte mit dem 0:0 sehr gut leben – Barça eigentlich wesentlich weniger. Es war sogar deutlich zu erkennen, dass einige Spieler von Barcelona zunehmend frustriert agierten – allen voran Neymar Jr., welcher in der 70. Minute bei einem Foul zurecht gelb sah und bei seiner anschließenden Attacke gegen den – aus meiner Sicht – nicht souveränen Schiedsrichter Rizzoli sogar von Glück sprechen konnte, dass ihm dieser nicht die Ampelkarte gezeigt hat.

Dann näherte man sich der verhängnisvollen 77. Minute: Durch zwei, drei unkonzentrierte und ungenaue Pässe vor und im eigenen Strafraum „verdattelte“ man in der Bayernhintermannschaft eigentlich ohne Not den Ball, der auf Höhe des eigenen Strafraums ins Aus ging. Auf diesen Einwurf aufbauend startete Barcelona einen Angriff, bei dem Neymar im Bayernstrafraum zu Boden ging und Elfmeter forderte. Rizzoli wertete aber wohl die Flugeinlage Neymars als Schwalbe – und jetzt kommt es: ich habe in diesem Moment das Gefühl gehabt, dass Rizzoli Neymar deswegen eigentlich mit gelb-rot vom Platz stellen wollte. Manuel Neuer aber kam ihm mit einem etwas hektischen Abschlag zur Seite zuvor, der noch dazu am Fünfmeterraum des FC Bayern von Suarez(?) behindert worden ist! Juan Bernat nahm dennoch den Ball gut an der Auslinie auf Höhe des eigenen Strafraums an, spielte einen Gegenspieler aus, scheiterte jedoch übermotiviert bei seiner viel zu riskanten Aktion am 2. Barcelona-Spieler – das Ende ist bekannt: 1:0 durch Messi! Viel dümmer und unnötiger – vor allem in einer Phase, in der man Ball und Gegner gut kontrolliert hat – konnte man sich dieses verhängnisvolle Gegentor nicht einfangen!

Bernat, für mich das „Bayern-Transferschnäppchen der Saison“, spielte IMHO leider das schwächste Spiel für den FCB, welches ich von ihm gesehen habe. Ebenso war Thiago gestern – allerdings nach so einer langen Verletzungspause auch verständlich – nicht völlig auf der Höhe seiner eigenen unglaublichen Möglichkeiten. Und Thiago war es leider auch, der mit einem unnötigen – weil zu riskanten – Quer-Fehlpass am Strafraum des katalanischen FCB den Konter eingeleitet hat, der zum 2:0 durch Messi geführt hat. Zu meiner weiteren Verärgerung kam schon kurz nach Spielschluss aus Spanien die Kunde, dass das spanische Internet vor lauter Häme über Jerome Boateng nahezu überschwappte, weil dieser sich beim Dribbling Messis „hingelegt“ hatte. Ich kann das einfach nicht anders beschreiben: aber dies sind die unsportlichen respektlosen und nahezu perversen Auswüchse der sog. Social Media, mit welchen der „wirkliche Fußballfan“ nichts zu tun haben möchte!

Aus meinen missmutigen Gedanken wurde ich glücklicherweise telefonisch von einem guten Fußballkumpel herausgerissen, dem es wohl nicht so viel anders als mir erging. Wahrscheinlich ging es ihm zu diesem Zeitpunkt sogar schlechter als mir, weil er – als FCB-Fan tapfer – schon auf den Sportseiten im Internet unterwegs gewesen ist. Obwohl er im Vergleich zu mir der um einiges Ruhigere ist, wirkte er total entnervt von den niveaulosen Kommentaren einer Mehrzahl der User, leider eine offensichtlich große Anzahl an „Bayern-Anhängern“ darunter. Nachdem ich schon in den letzten Wochen ein erschreckendes „FC Bayern-Bashing“ in den „Sozialen Medien“ mit täglich neuen traurigen Höhepunkten erkennen konnte, blieb ich bei dem Entschluss, diese Zone heute lieber nicht zu betreten. Die Stimmen und Meinungen der Schreihälse konnte ich mir sowieso mehr als gut ausmalen!

Das sog. Triple 2013 aus Champions League Sieg, Landesmeisterschaft und –pokal, eine absolute Ausnahmeleistung im Profi-Fußball, die vor Bayern bislang nur ganze fünf Teams in der europäischen Fußballgeschichte erbringen konnten – Celtic Glasgow 1967; PSV Eindhoven 1986; ManUnited 1999; Barcelona 2009; Inter Mailand 2010 – , ließ dabei offensichtlich das Anspruchsdenken einiger sog. Fans auf ein nahezu unerträgliches Maß ansteigen! Selbst das Double 2014 wurde von einigen wohl schon als „Niederlage“ bzw. „vergeudete Saison“ gesehen!

Ja, zugegeben – auch ich konnte mir sowohl in der Saison 2013/14 als auch 2014/15 durchaus vorstellen, dass das von Pep Guardiola noch einmal spielerisch verbesserte Team diese super Leistung erbringen könnte, wenn nicht sogar müsste. Trotzdem kann ich gar nicht oft genug darauf verweisen, dass es noch nicht so lange zurück liegt, dass ich mir mit anderen Fans des FC Bayern einig war, dass wir gerne mindestens ein Double opfern würden, wenn der FCB endlich wieder einmal in einem Champions League Halbfinale stehen würde: dies war im Herbst 2009, zu dem Zeitpunkt war Bayern zuletzt 2001 im Halbfinale gestanden. Seitdem stand der FCB aber in fünf von sechs Halbfinals! Und das soll jetzt schon gar nichts mehr wert sein??!!

Dass es nach 2013/14 auch in dieser Saison nicht mit dem Triple geklappt hat, liegt an einer Vielzahl von Gründen: die ebenso häufig wie zurecht zitierten WM-Nachwirkungen wurden dabei sogar nahezu eliminiert. Bei Pokalspielen – siehe das dramatische Ausscheiden im Elfmeterschießen gegen Dortmund – spielen zudem auch Glück und Pech eine Rolle. Und ganz ehrlich: gegen ein derart großes Verletzungspech wie in dieser gesamten Saison ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Kraut gewachsen! Ich denke zum Beispiel, dass es sich die Fans des FC Barcelona nicht gerne vorstellen möchten, wenn gestern bei der Heimmannschaft Messi, Neymar und Iniesta verletzungsbedingt ausgefallen wären, während bei Bayern Ribéry, Robben und Alaba in Topform aufgelaufen wären. Und dann muss man ganz ehrlich auch feststellen, dass die europäischen Hauptkonkurrenten der Bayern aus Madrid und Barcelona zuletzt nahezu brutal und mit Ablösesummen, die der FC Bayern noch nicht bereit war, auszugeben, aufgerüstet haben. Andere Hauptkonkurrenten wie PSG oder Chelsea sind bekanntermaßen noch früher international gescheitert!

Außerdem hat es durchaus seine Berechtigung, wenn der FC Bayern als Saison-Hauptziel die Meisterschaft in der Bundesliga ausgibt, weil dies nämlich über eine gesamte Saison hinweg tatsächlich der „ehrlichste Titel“ ist! Und dieses Ziel hat der FC Bayern zum dritten Mal hintereinander auf grandiose Art und Weise geschafft. Viele – leider auch eigene Fans – behaupten zwar, dass dies mit diesen Möglichkeiten und diesem Kader eine Selbstverständlichkeit sei – aber mal ganz im Ernst „unter uns Experten 😉 : Ist es definitiv nicht!!

Die aktuelle Situation und Stimmung erinnert mich stark an 2012: Der FC Bayern war nach dem verlorenen „Finale dahoam“ „Dreifach-Vize“ (hielt man zuvor nur bei Bayer „Vizekusen“ für möglich 😉 ) und als Deutschland auch noch im EM-HF gegen Italien ausgeschieden ist, erreichte mich mit Schlusspfiff u.a. folgende SMS eines „Sportskameraden“:
„Das ist ein Albtraum – unglaublich, was die für eine Sch… spielen!! …. Eine ganze Generation von „Losern“! Das beweisen sie uns Jahr für Jahr. Und wir sind so blöd und glauben immer wieder an diese Deppen!“

Diese „Loser“ waren zum großen Teil die Spieler des FC Bayern, die ein Jahr später das Triple geholt haben und noch einmal ein Jahr später zwar „nur“ das Double, aber das Gerüst des Deutschen Fußball-Weltmeisters gebildet haben! Diese „Loser“ wurden nun zum dritten Mal hintereinander äußerst souverän deutscher Meister, was in der Bundesliga zuvor nur 3 Bayerngenerationen (1972-74; 1985-87; 1999-2001) geschafft haben, und als einzige weitere BL-Mannschaft Borussia Mönchengladbach (1975-77).

Und wer will „diese Loser“ in der nächsten Saison auf dem Weg zum vierten Titel, einem Novum in der BL-Geschichte, stoppen? Die gegnerischen Anhängerschaften hassen die Bayern dafür und halten größtenteils nicht einmal international zu ihnen, und den eigenen Anhängern ist dies zu wenig??!

Mir persönlich fehlt da von vielen Seiten der Respekt vor der großen Leistung des FC Bayern in den letzten Jahren!

Apropos Respekt: Schon in seiner Barcelona-Zeit war ich persönlich ein großer Fan des Coaches Pep Guardiola: seine Persönlichkeit, seine Ausstrahlung – einfach mega sympathisch! Leider setzt nun seit ein paar Wochen selbst bei den eigenen Anhängern – aus welchen fehl geleiteten Gründen auch immer – ein schier unerträgliches „Pep-Bashing“ ein. Ich persönlich hoffe sehr stark, dass die Verantwortlichen des FCB diese Tendenzen sehr ernst nehmen, zudem hoffe ich aber auch, dass sie diesen großartigen Trainer noch mehr schützen und es nicht zulassen, dass dieses Trainer-Genie aus München weggemobbt wird!

Denn Pep Guardiola hat für diejenigen Bayernanhänger, die sich wirklich seriös mit Fußball beschäftigen, definitiv einige deutlich erkennbare Verbesserungen im Bayernspiel bewirkt. Er hat eine Spielweise kreiert, die ich persönlich als sehr attraktiv und schön anzuschauen, teilweise sogar begeisternd bezeichnen würde. Ich hoffe, dass er dies zumindest in der nächsten Saison mit einer gerade in der entscheidenden Saisonphase topfitten Mannschaft noch einmal beweisen kann und wird!

Und wenn die Bayern sogar am nächsten Dienstag, beim CL-Rückspiel in München, ein Fußballwunder bewirken könnten, wäre ich der Letzte, den dies nicht begeistern würde! Es geht noch darum, eine KO-Phasen-Statistik zu bestätigen: Bayern war zweimal bei den Heimspielen im Rückspiel um SIEBEN Tore besser als im Hinspiel auswärts: Donezk (0:0; 7:0) – FC Porto (1:3; 6:1) … wenn sich nun hier Barcelona (0:3; 4:0) einreihen würde …. 😉

NIEMALS AUFGEBEN! Und manchmal werden auch Träume wahr und Wunder geschehen: es gab schon Fußballspiele da gab es ganz früh einen Elfmeter und eine rote Karte für eine Notbremse – sollte dies zugunsten von Bayern passieren, dann wird der FCB aus Katalonien mindestens 90 Minuten in München vermutlich wenig Spaß haben!!! 😉

Ich persönlich wünsche mir für das Rückspiel in München auch einen Schiedsrichter, der nicht – wie Rizzoli gestern – Leo Messi unter „speziellen Artenschutz“ stellt. Es gab nicht sehr viele Fouls an ihm, aber fast jedes wurde gestern mit einer Verwarnung bestraft. Fouls an allen anderen Spielern auf dem Feld wurden dagegen „großzügiger“ bewertet.

Sollte dies – wider Erwarten 😉 – am nächsten Dienstag nicht passieren, gibt es schon einmal die nächste Kampfansage von Petersgradmesser stellvertretend für den FC Bayern (er ist ja auch Mitglied!): Wie bereits erwähnt erinnert 2015 immer mehr an 2012 – und was Bayern in der anschließenden Saison geleistet hat, sollte allen noch bestens in Erinnerung sein!

13 Kommentare zu „FC Bayern – Niemals Aufgeben!“

  1. Das gestrige Finale Barca gegen Juve anzuschauen hat noch einmal weh getan! Nämlich, wenn man es als „neutraler Beobachter“ anschauen musste – ohne bayerische Beteiligung!!

    Sorry, Alte Dame – aber in einigermaßen Bestaufstellung hätte der verdiente gestrige Endspielpartner von Barca FC Bayern heißen müssen!

    Übrigens behaupten einige, dass Barca 2013 bei der 0:4 Klatsche in der AA ähnlich erstsatzgeschwächt wie Bayern 2015 angetreten ist – das stimmt definitiv nicht!! Der FC Barcelona ist vielleicht nicht in Bestform, aber definitiv in Bestaufstellung angetreten!

    Siehe da http://www.transfermarkt.de/fc-bayern-munchen_fc-barcelona/index/spielbericht/2312108

  2. Stimmt der Regel nach müssten wir Barcelona eigentlich aus den Stadium fegen. Immerhin haben sie noch nie in münchen gewonnen, muss nur hoch genug werden das Ergebnis.
    Das Problem ist halt das sie in einer ähnlichen Situation wie wir 2013 sind, die haben Wut in Bauch und wollen nun auch endlich wieder einen Titel ( Barcelona 6 Jahre ohne cl Erfolg, undenkbar;) )

    Naja aber selbst nur mit der Meisterschaft wäre es eine tolle Saisong gewesen, die wir ohne die verletzten wahrscheinlich noch besser gemacht hätten.
    Die frage bleibt nun, wenn kaufen die Bayern sich für die näckste Saisong ?
    Sieht nehmlich so aus als würde jetzt doch ersatz für Roberie fällig werden ( jetzt wo sie doch wieder in verletzungs Pech sind).
    Meine Prognose : “ das wir noch zeit haben “ wird wohl nicht wahr 😦

    1. Im Fußball sind natürlich Statistiken, die man aus vergangenen Spielen heraus- und heranzieht, nie wirkliche Regeln … Aber im positiven Kontext klammert man sich gerne daran! 😉

      Ich hatte z.B. „aus der deutschen EM und WM-Historie“ erschlossen, das Deutschland 2008 eigentlich Europameister werden müsste ….
      Statistisch und historisch gesehen, hatte man die identische Situation im Vergleich zu 1972, als man erstmals Europameister geworden ist:

      WM 62 VF – EM 64 Aus in der Vorrunde – WM 66 Vize – EM 68 Aus in der Vorrunde – WM 70 Dritter

      WM 98 VF – EM 2000 Aus in der Vorrunde – WM 2002 Vize – EM 2004 Aus in der Vorrunde – WM 2006 Dritter …… verblüffend – oder? Deutschland wurde aber 2008 „nur“ Vize-Europameister!!! 😉

      Die Bayern – Saison 2014/15 ist definitiv eine tolle: Sehr souveräner Meister; extrem unglückliches Ausscheiden im Pokal-HF („Bayern-typisches Drama“) … und mindestens CL-HF …. Bayern ist weltweit unter den Top 3 der Klubmannschaften!!

      Ich denke auch, dass sich der Kader zur nächsten Saison hin stark verändern wird. Diesbezüglich richtungsweisend wird auch das Spiel am nächsten Dienstag sein: Verliert man (klar), dann werden die Kaderveränderungen größer sein, als wenn man mit einer (sehr) guten Leistung und eventuell einem Sieg ausscheiden sollte!

      Übrigens: entgegen der Meinungen von „speziellen Fußballromantikern“ müssen Vereine, um weiter erfolgreich zu bleiben, (leider) gerade höchst erfolgreiche Teams (=> Triple) sogar mehr umstrukturieren, als wenn man nicht so erfolgreich ist und noch hungrig ist / bleibt!

      Jetzt zahle ich EUR 10 in mein Phrasenschein und hoffe …. 😉

  3. Hab Deine Fragen noch gar nicht beantwortet ..

    1. Die damaligen Bayernspieler haben den Trappatoni alle sehr gelobt. Darum haben ihn die Bayern ja auch zurückgeholt – obwohl sie wussten, dass das Sprachproblem gravierend war.

    Olli Kahn hatte auch mal gesagt, von Trappatoni habe er Dinge gelernt, von denen er Jahre später noch profitiert habe.

    Und das Verteidigen hat er in der Tat perfektioniert – wenn wir ehrlich sind, war das die Bayerntaktik seit Pal Csernai (und bis vanGaal).

    2. Zebec, zu dem kann ich garnix sagen. Von dem weiß ich nur, dass ihn der HSV mit Alkoholproblemen in die Wüste geschickt hatte. Aber vielleicht ist ja was dran .. das wäre dann doch wieder eine Bestätigung der These.

    3. So gesehen gab es nur einen Trainer, der nach einem Ausländer kam und „nix draus gemacht hat“ – der „Rubens“ (Lattek hat es einmal geschafft, nach Csernai dann leider nur das Finale in Wien ..).

    4. Die Saison muss man glaub ich abhaken (Dienstag ist eine zweite Niederlage realistischer als ein Sieg ..). Wobei ich für nächstes Jahr trotzdem optimistisch bleibe. Lahm, Alonso, Ribery werden nächstes Jahr weiter die Leistungsträger sein. Alle drei haben ihre Nationalmannschaftskarrieren beendet. Die EM haben die nicht mehr im Kopf, so dass die CL das ganz ganz große Ziel sein wird.

    Das galt zwar diese Saison auch schon. Aber es ist einfach Fakt, dass die Bundesliga in Nach-WM-Jahren mörderisch ist.

    Denke, dass Bayern groß einkaufen wird. Hoffe, dass man sich tatsächlich um Veratti bemüht und der von PSG weggeht, wenn sie Pogba holen. Und ich würde den Firmino holen – mit dem Hopp kann man bekanntlich reden.

  4. Was ich jetzt gleich schreibe soll bitte nicht als doofes Pep Bashing verstanden werden. Aber – schon ganz lange geht mir folgender Gedanke nicht mehr aus dem Kopf:

    Alle fünf Königsklassenerfolge wurde unter deutschen Trainern errungen. Und die letzten beiden – Heynckes (nach van Gaal) und zuvor Hitzfeld (nach Trappatoni) – haben dabei IMHO nicht unwesentlich davon profitiert, dass ihr jeweiliger (nicht-deutscher) Vorgänger ganz neue Ideen hatte und damit – leider – nicht den ganz großen Erfolg erzielen konnte.

    Pep Guardiola ist sicher der beste der drei letzten nicht-deutschen Bayerntrainer. Aber ich denke, er könnte deren Schicksal teilen – indem er irgendwann an den Punkt kommt, wo nicht mehr die komplette Mannschaft mitzieht. Darum halte ich es für (deutlich) wahrscheinlicher, dass der nächste CL-Erfolg nicht unter Pep Guardiola erzielt wird, sondern kurz danach, unter seinem Nachfolger.

    1. Möglich ist das schon – wenn man mir garantiert, dass ein deutscher Trainer 2017 mit dem FC Bayern CL-Sieger wird, würde ich das als FCB-Fan oder auch -Verantwortlicher unterschreiben.

      Hoffen tue ich aber etwas anderes … am meisten natürlich, dass Peps Bayern noch 2015 CL-Sieger werden … ist jetzt nicht so ganz realistisch, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. 😉 Nein – eigentlich habe ich noch keinem Bayerntrainer so sehr diesen Titel gewünscht!

      Und ich befürchte fast ein bisschen, dass NACH Pep ein kleines Loch kommen könnte.

      Übrigens folgte Udo Lattek auch auf einen nicht-deutschen Trainer – Branko Zebec aus Jugoslawien.

      Hat Deiner Meinung nach Ottmar Hitzfeld wirklich in irgendeiner Form von Trappatoni profitiert?

      Ich hoffe und glaube allerdings auch, dass die aktuelle Bayern-Mannschaft voll und ganz hinter ihrem Trainer steht! Wie er sich auch immer – im Misserfolgsfall – schützend vor die Mannschaft stellt.

      Wenn Pep Bayern ohne internationale Titel verlassen würde, wäre es zwar kein Drama, aber sehr sehr schade!!

      1. ööhmm .. was ich vergessen habe ..

        Vor dem CL Sieg gabs die letzten beiden Male dramatische Niederlagen gegen englische Teams .. und zwar so, dass es jedes Mal schlimme wurde ..

        1. Nöö, ich meinte, vor den CL – Triumphen gab es jeweils kurz vorher ganz grausame Niederlagen – 1999 und 2012

        2. Naja aber diese niederlage wäre ja nicht wirklich grausam. Ist ja ein Unterschied ob du gegen eine wirklich sehr gut spielende manschaft verlierst, oder eben in laufe von 2 Minuten bzw. tot gemauerst wirst. 🙂 Also leider keine dieser Niederlage die dafür eine Prognose liefert^^:(

        3. @ Julian: also, ich fand die Niederlage in Barcelona von der Art, wie sie schlussendlich zustande kam, durchaus „grausam“ …. Ab der 75. min. habe ich schon mehr mit einem 0:0 gerechnet als darauf gehofft. Zu diesem Zeitpunkt wäre das Unentschieden auch insgesamt verdient gewesen! V.a. wenn man bedenkt, wie sich Bayern auswärts präsentiert hat (Stichwort: Ballbesitz!).
          Ich vergleiche einmal mit dem HF 2001 in der CL in Madrid: Real war wesentlich überlegener als Barca 2015 (waren die nämlich gar nicht!) und hatte wesentlich mehr Torchancen als Barca 2015 … O. Kahn war ähnlich überragend wie M. Neuer am Dienstag, Real war abschlussschwach und Bayern hatte auch das notwendige Quäntchen Glück … und gewann 1:0 im Hinspiel in Madrid!
          An die 3x hintereinander in den 70er Jahren (1974-76) erfolgreichen Bayern um Maier, Beckenbauer, Müller etc. will ich gar nicht erinnern: wahrscheinlich haben die damals (1975 HF gegen St. Etienne; Finale gegen Leeds; 1976 Finale gegen St. Etienne) den gesamten Bayern-Dusel für die folgenden 100 Jahre aufgebraucht!!!

        4. Jo aber so ist das eben, bei Spielen die Verdient 0 zu 0 bis in die End Phase laufen, da endscheidet dann plötzlich eine Situation einen Sieger. Bis die höhe 3 zu 0 grausam ist darüber brauch man nicht streiden, aber unverdient verloren haben wir halt auch nicht. Da hab ich halt schon schlimmere Spiele gesehen. / Niederlagen.

        5. Ja, aber in der CL-KO-Phase zählt eben jedes Tor!
          Es ist ein Riesenunterschied, ob Du 0:0; 0:1 oder gar 0:3 spielst!
          Selbst Andre ter Stegen hat in einem sympathischen Interview nach dem Spiel auf ZDF gemeint, dass das 3:0 „ungerecht“ gewesen wäre, aber natürlich gut für ihn und seine Teamkollegen.
          Und wenn Bayern jetzt im Rückspiel mit einem Ergebnis ausscheidet, dass ein Weiterkommen bei einer z.B. 0:1-Hinspiel-Niederlage kompensiert hätte, dann wäre das auch bitter!

          Und von „schlimmeren Niederlagen“ brauchst Du MIR nichts erzählen 😉 … ich war u.a 1987 in Wien gegen Porto und beim „Finale dahoam“ live im Stadion!

          Und eine der brutalsten Niederlagen war übrigens das Ausscheiden im CL-AF 2011 gegen Inter: man hatte den aktuellen CL-Sieger in der Revanche für 2010 im Giuseppe Meazza mit 1:0 besiegt. Ist dann in München schnell durch ein Abseitstor mit 0:1 in Rückstand geraten. Hat dann Inter bis zur 60. min. an die Wand gespielt, leider nur 2:1 geführt, um dann UNGLÜCKLICHST mit 2:3 zu verlieren … war irgendwie auch der Anfang vom Ende von Breno!!!!

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