FC Bayern – der unrühmliche Abgang von „Mull“

hans-wilhelm-mueller-wohlfahrt

Als gestern Abend während der Fernsehübertragung des Europa League Spiels VfL Wolfsburg gegen Napoli (1:4) plötzlich „Breaking News“ durch das Bild liefen, über die in der Halbzeitpause (kam dann allerdings nicht!) und nach dem Spiel ausführlich berichtet werden sollte, musste man annehmen, dass es sich um etwas – sportlich / Sport-politisch – ganz Wichtiges handeln musste!

Zumindest zu meiner Überraschung ging es dann aber „nur“ um folgende Meldung: „Der langjährige Bayern-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (72) (kurz „Mull“ genannt) und sein Stab legen ihre Tätigkeit für den deutschen Fußball-Rekordmeister nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung nieder.“ Offensichtlich teilte dies der Mediziner in einer Erklärung am Donnerstagabend den Medien mit. „Nach dem Champions League-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Porto wurde aus uns unerklärlichen Gründen die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht“, heißt es darin. Man sehe dadurch das für eine erfolgreiche medizinische Arbeit notwendige Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigt. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Offensichtlich überraschte er den FC Bayern mit diesem „Medienalleingang“ komplett. Denn vom FCB- Mediendirektor Markus Hörwick war am gleichen Abend lediglich zu hören: „Wir haben von dieser Pressemitteilung keine Kenntnis, insofern können wir sie nicht kommentieren“.

Ich für meinen Teil muss gestehen, dass mich diese Meldung zwar in einer gewissen Form „negativ gestimmt“ hat, dass sie aber nachfolgend zumindest die komplette FC Bayern-Fangemeinde in einen Ausnahmezustand versetzen könnte, hätte ich mir gestern Abend nicht im (Alb)Traum vorstellen können. Jedoch als ich heute Morgen aufgestanden bin und mich zum „Fußball-Medien-Check“ 😉 bereit gemacht habe, konnte ich schon feststellen, dass sich quasi Übernacht mein privates Fußball- bzw. hauptsächlich FC Bayern-Umfeld schon große Gedanken und Sorgen gemacht hat. Und es ging nicht um ein drohendes Champions League Ausscheiden gegen Porto oder eine andere bedauerliche Verletzung eines Bayernspielers, nein es ging um den nun Ex-Bayern-Doc!

Während man vom FC Bayern fast den gesamten Vormittag nichts Offizielles vernommen hat, explodierten auf den Online-Seiten aller Fußballportale die zum Teil sehr tendenziösen und gehässigen Beiträge. Eine Welle der Solidarisierung für den so verdienstvollen Mannschaftsarzt des FCB quoll mir nahezu aus meinem Rechner entgegen. Auf Facebook formierten sich in rasender Schnelligkeit neue Seiten wie „Pro Dr. Müller-Wohlfahrt“ und Fußball-Experten wie Stefan Effenberg konnten schnell zur Beruhigung gewisser Fans beitragen, indem sie frank und frei behaupteten, dass sie sich sicher seien, dass viele Bayernspieler weiter zum „Mull“ gehen würden!

Als Schuldige für den Rücktritt wurden vor allem Pep Guardiola, aber auch in größerem Maße der Vorstandsvorsitzende K.-H. Rummenigge ausgemacht. Beiden wurde in vielen Beiträgen nahe gelegt, selbst zurückzutreten, damit der doch – für mich überraschend – so beliebte Mull wieder zurückkommen könnte!

Ok – es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die beiden Alphatiere Müller-Wohlfahrt und Guardiola, spätestens seit der „Causa Thiago“, nicht immer einig waren. Pep Guardiola war es vor seiner Bayernzeit u.a. gewöhnt, dass der Mannschaftsarzt immer auch vor Ort bei der Mannschaft gewesen ist. Dagegen ist die Praxis vom „Mull“ in der Münchner Innenstadt und dieser selbst war – nicht zuletzt wegen seiner ganzen anderen Verpflichtungen – nicht dazu zu bewegen, diesen Schritt zu gehen. Quasi als Kompromiss war zuletzt wohl sein Sohn Kilian bei den Trainingseinheiten der Bayern als verantwortlicher Arzt an der Säbener Straße. Bei den Bayernspielen war dagegen der 72-jährige „Mull“ selbst auf der Bayernbank anwesend. Schon in den letzten Tagen wurde Pep Guardiola in den Medien eine angeblich „abfällige Geste gegenüber den Bayerndocs“ vorgeworfen, als er die verletzungsbedingte Auswechslung von Medhi Benatia in der 1. Halbzeit des Pokalspiels in Leverkusen gestenreich begleitet hat. Mein persönlicher Eindruck war eher, dass es eine Geste der Verzweiflung darüber war, dass es einen weiteren Verletzten gegeben hat. Im Vorsatz habe ich bewusst im Plural geschrieben „abfällige Geste gegenüber den Bayerndocs“ – denn schon zu dem Zeitpunkt ist mir diese abenteuerliche Version aufgefallen. Ich persönlich weiß nur vom „Mull“ auf der Bayernbank (vielleicht irre ich mich auch!) – und wenn dem auch so ist: wie kann diese Geste als eine gegen die gesamten Bayerndocs, also gegen die gesamte medizinische Abteilung des FC Bayern gedeutet werden? Diese Artikel werden heute natürlich wieder vermehrt aufgewärmt!

Gegen Rummenigge richtet sich der Zorn eines großen Teils der Bayern-Fangemeinde, weil er es angeblich war, der die medizinische Abteilung des FCB für die Niederlage in Porto verantwortlich gemacht hat!

Die „Volksseele“ kochte immer weiter und heute 17.04.15 um 11:42 Uhr erschien folgende Presseerklärung auf der Homepage des FC Bayern:

„Der FC Bayern München hat mit Bedauern die Entscheidung von Vereinsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (72), seine medizinische Tätigkeit für den Klub niederzulegen, zur Kenntnis genommen. Speziell Dr. Müller-Wohlfahrt, aber auch sein Team, haben in den zurückliegenden Jahren erstklassige Arbeit für den Klub und seine Spieler geleistet. Hierfür gilt unser ausdrücklicher Dank.“

Der FC Bayern wird für die Nachfolgeregelung im medizinischen Bereich des Klubs zeitnah eine Lösung vorstellen. Bis dahin wird Dr. Volker Braun, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Sportmediziner, die Mannschaft des FC Bayern bei ihren Spielen begleiten.“

Zu den Hintergründen gab es an dieser Stelle verständlicherweise keine Information! Kurz später, um 12:00, begann die Pressekonferenz mit Pep Guardiola – zum Hoffenheim-BL Spiel und zur sportlichen Situation und selbstverständlich nicht zum Rücktritt von Müller-Wohlfahrt. Es waren offensichtlich weit mehr Journalisten als sonst üblich anwesend, die auch nicht wirklich gehofft haben dürften, von Pep große Statements zu dieser Situation erfahren zu können. Guardiola sprach in diesem Zusammenhang lediglich von „Akzeptanz“ und „Respekt“ für die Entscheidung von Müller-Wohlfahrt. Weiteres Nachfragen wurde wohl vom FCB Mediendirektor Markus Hörwick unterbunden. Die Berliner „Welt“ sprach daraufhin in ihrem Liveticker von einer „Farce“ und ließ auch gleich Lother Matthäus zu Wort kommen, der mutmaßte, dass Guardiola keineswegs über 2016 hinaus beim FC Bayern verlängern würde … Wenn Loddar weiterhin keinen Trainerjob angeboten bekommt, dann könnte er sich nun vielleicht für die Nachfolge des WM 2010-Orakels Paul bewerben. Das 2014er Orakel war nicht so gut – und die WM 2018 ist auch schon bald 😉

Wie bewertet der Gradmesser die Situation?

Ohne absolutes Insiderwissen möchte ich mich nicht zu sehr an all den Spekulationen beteiligen. Keine Ahnung, was wer wann gesagt hat, was zu dieser Handlung des Mediziners geführt hat.

Ein Szenario könnte ich mir aber durchaus vorstellen: Natürlich liegen die Nerven von einigen Verantwortlichen (Trainer, Präsidium, Ärzte) ob der gewaltigen Verletzungsmisere blank. Daran (siehe das 1:3 in Porto) scheinen die großen Saisonziele platzen zu können. Woche für Woche hoffen die Verantwortlichen, die Spieler selbst und natürlich auch die Fans des FC Bayern, dass verletzte Spieler zum nächsten Spiel wieder in den Kader zurückkehren werden. Aber ebenso ist Woche für Woche die Enttäuschung, bei den Verantwortlichen vielleicht sogar Verzweiflung, groß, wenn dies wieder nicht passiert – eher das Gegenteil scheint der Fall. Alle hoffen auf Schweinsteiger und Ribéry für das Porto-Rückspiel – aber, wenn man den neuesten Meldungen Glauben schenken kann, dann schaut es vor allem bei Letzterem wieder nicht gut aus. Könnte eine derartige ärztliche Negativmeldung gestern Abend ein Auslöser gewesen sein? Frust auf der einen Seite, gekränkte Eitelkeit auf der anderen?

Abschließend möchte ich das Handeln von Müller-Wohlfahrt bewerten – denn wenn es etwas gibt, was mir an der ganzen Sache gar nicht gefällt, dann ist es sein IMHO selbstherrliches Handeln. Es gibt es Video von der Bankettrede von K-H Rummenigge nach dem Portospiel: Dort sieht man den Mull zusammen mit dem FCB-Vorstand und Pep Guardiola speisen. Nicht einmal einen Tag später, dazwischen der Rückflug von Porto nach München, geht er – ohne den Verein vorher zu informieren, geschweige denn etwas abzusprechen – an die Presse. Und er erklärt nicht nur seinen eigenen Rücktritt, sondern den seines gesamten Ärzteteams! Kann sein, dass dieser Schritt einen kurzfristigen Auslöser gehabt hat, aber angesichts des Verlaufs muss es vorher schon eine Einigkeit seines Teams gegeben haben. Denn dass ein derartiger Profi eine Kurzschlusshandlung begeht und sein ganzes Team mit hineinreißt, daran glaube zumindest ich nicht!

Und wenn man einmal unterstellt, dass dies so gewesen sein muss, dann war das Ziel des scheidenden FCB-Mediziners, einen möglichst großen Image-Schaden bei seinem nun Ex-Verein anzurichten! Die Vorgehensweise kommt einer Abrechnung gleich: den Verein zeitlich auf dem falschen Fuß zu erwischen und damit zumindest kurzfristig größtmöglichen Schaden und Verwirrung zu stiften!

Fairerweise muss ich mich selbst etwas einordnen: wer meine Beiträge kennt, der weiß, dass ich (seit 2009) ein großer Pep Guardiola Bewunderer bin. Dagegen konnte ich mich mit der Person des Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt nie so wirklich anfreunden. Ich habe aber auf alle Fälle zur Kenntnis genommen, dass der „Mull“ weltweit als „Diagnosepapst“ verehrt wird und deswegen von vielen Weltklasseathleten aus anderen Sportarten, aber auch prominenten Erdenbürgern kontaktiert wird. Ich kann mich aber auch erinnern, dass ich schon einmal vor einigen Jahren von „kompetenter Stelle“ erfahren habe, dass dagegen seine Behandlungsmethoden nicht bei allen unumstritten sind. Ich – selbst kein Mediziner – gebe das nun einfach einmal zu Protokoll  😉

Vor knapp fünfzehn Jahren habe ich – aufgrund eines beruflichen Projekts – einmal ein Buch von ihm über Ernährung gelesen. Meine Bezeichnung damals für den Buchautor war „eitler selbstverliebter Guru“! Daran fühlte ich mich auch immer erinnert, wenn er, wie zuletzt, Interviews gibt, in denen er behauptet, dass ein „Arjen Robben wegen ihm zum FC Bayern gekommen und geblieben ist“. Ohne weitere Worte ….

Beim FC Bayern gefällt mir das Mia san mia-Denken. Matthias Sammer hat zuletzt einmal eine Ausprägung dessen so formuliert, dass er stolz sei, diesem Verein dienen zu können … Ein schönes gelebtes Gemeinschaftsgefühl – und ich bin der Meinung, dass auch ein Pep Guardiola so denkt. Bei „Mull“ Müller-Wohlfahrt war ich mir dessen (siehe seine für mich eher peinliche Aussage zum Robben-Verbleib) zuletzt nicht mehr so sicher, ob dies der Fall ist. Für mich als weiterer Beweis dieser Einschätzung dienen auch die medienwirksamen Fahrten von Bayernprofis, zuletzt David Alaba, zu seiner Praxis in der Münchner Innenstadt … Mull hier, Mull da ….

Zu guter Letzt möchte ich auf sein Alter hinweisen: er ist – aufgrund einer kurzen Unterbrechung – seit 1977 insgesamt 37 Jahre für den FCB tätig. Aber – wie der FCB in seiner eigenen Pressemitteilung auch noch einmal bestätigt 😉 – bereits auch 72 Jahre alt! Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass dies eine von langer Hand geplante mediale Strategie des Mull war, seinen Abgang so spektakulär wie möglich zu gestalten und selbstverliebten älteren Herren sind mögliche Kollateralschäden bei solchen Aktionen manchmal nicht so wichtig! 😉

Nachtrag vom 20.04.15:

Eine „erstaunliche“ traurige Statistik – auch zum Überdenken … viele Verletzungen aufgrund von Fouls, aber auch ….

Verletzungshistorie FCB

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13 Kommentare zu „FC Bayern – der unrühmliche Abgang von „Mull““

  1. Ich weiß nicht, wie ich es mittlerweile noch nennen soll: „Verletzungspech“, „Seuche“, Verletzungsserien- oder -miseren ….

    Es wird immer schlimmer und schlimmer: Regelmäßig werden dabei Bayernspieler nahezu „eliminiert“, gestern die brutale Attacke von Langerak an Lewandowski … unsanktioniert wie so viele böse Fouls gegen Bayernspieler in dieser Saison.

    Und dann bekommt man gewisse „anfällige Patienten“ wie eben Arjen Robben medizinisch doch nicht wirklich so gut hin, wie man es in der Öffentlichkeit selbst anpreist, gell Mull!!

    Immer mehr verständlich, dass bei allen Seiten die Nerven blank liegen … ich kann da eigentlich alle Verantwortlichen bei Bayern, diesbzgl. allen voran Pep Guardiola und auch den Mull, nur bestens verstehen…

    Aber man sollte in solch schlechten Zeiten „zueinander steeeehn…“!

    Es ist ein Drama, wie gewisse Saisonziele, die man wirklich verdient hätte, sie zu erreichen (CL-Finale bzw. -Sieg), am Verletzungspech zu zerbersten drohen!

    Erstaunlich, dass die Superstars gerade von Barca seltenst verletzt sind … aber in Spanien gibt es in der Liga auch nicht derartige Treibjagden auf Spieler einer Mannschaft wie in der BL ….

    Ich bin heute echt traurig ))-: .

  2. Übrigens die angeblich „hämische Geste von Pep“ gegenüber den Bayerndocs in Leverkusen konnte maximal gegenüber dem einzig anwesenden Kilian Müller-Wohlfahrt gewesen sein, der als einziger anwesend war … und nicht sein Vater.

    Allerdings sieht man auch den nicht im Bild … und andere berichten, dass die verzweifelten Gesten in Richtung Matthias Sammer gingen!

  3. Pep und Mull – dass das nix wird kann man schon im Perarnau-Buch nachlesen (Herr Guardiola).

    Der Mull hat zweifelsohne enorme Verdienste. So hat er Ribery hinbekommen (da war was mit den Zähnen), und Robben (da war was mit der Rückenmuskulatur, weshalb er in seiner Bayernzeit mit speziellen Rückenübungen begonnen hat – steht auch in „Herr Guardiola“). Aber es fällt auch auf, dass die Verletzten bei den Bayern immer mehr werden – obwohl Verletzte gerade nicht fitgespritzt werden, sondern gern ein, zwei Wochen mehr bekommen um alles auszukurieren.

    Dass Thiago mit seinem Bänderanriss zum Ex-doc nach Barcelona gegangen ist, liegt wahrscheinlich schon auch daran, dass es zwischen Pep und dem Mull nicht mehr gepasst hat.

    Der Mull ist jetzt 72. Das ist ein Alter, in dem sich Menschen wahrscheinlich nicht mehr radikal ändern. Neue Techniken, die es in der Medizin so viele gibt wie in der IT (oder der Fußballtaktik), wird er nicht mehr so bereitwillig übernehmen wie ein Jüngerer. Auch wenn er diese unvergleichlichen diagnostischen Fähigkeiten hat – das „sehen mit den Händen“, ist er vielleicht doch irgendwie über dem Zenit.

    Der Generationenwechsel wäre früher oder später sowieso gekommen. Jetzt ist er halt da.

    Eine ganz andere Frage ist, wie das auf die Mannschaft wirkt. Ich befürchte, dass das nochmal einen Knax verpasst. Viele Spieler vertrauen ihm. Die werden jetzt ins Nachdenken kommen.

    Für Dienstag gegen Porto sehe ich jetzt rabenschwarz.

    1. Wie Pep gestern in der Pressekonferenz gesagt hat, ist der Arzt nicht daran Schuld, wenn Spieler verletzt sind …
      Und das mit Rib&Rob habe ich so auch in Erinnerung. Aber ist es wirklich eine „außergewöhnliche medizinische Leistung“, wenn ein Vereinsarzt 2 solche Spieler immer wieder hinbekommt? … Momentan sind beide wieder verletzt: bei Robben ist nichts zu machen, aber bei Ribéry kann ich mir durchaus vorstellen, dass man da jetzt nicht so wirklich zufrieden ist mit der Medizinischen Abteilung. Nach dem Spiel gegen Donezk am 11.03. gab es Entwarnung „nichts Ernstes“ … Fast 6 Wochen später ist der Comebacktermin immer noch nicht sicher …
      Die Muskulatur von Benatia hat man in dieser Saison auch nicht hinbekommen!

      Die Mannschaft hat aber heute in Hoffenheim ein positives Zeichen gesetzt!

      Ich bin optimistisch für Dienstag gegen Porto! 4:0!!! 😉

    2. Hierzu auf http://www.goal.com ein interessanter Leserkommentar von einer / einem gewissen Nada Bado:

      „Also ich hatte selbst als Medizinstudent immer ein murmeliges Gefühl bei MW gehabt. Ihr kennt es doch selbst, der eine Arzt verordnet dir 1 Woche, der andere 3 Wochen Pause. MW ist ein erfahren Mann, der ein ganz bestimmtes Behandlungsstil hat. Kleine Verletzung werden in maximalem Ruhezustand versetzt . Nicht um sonst gibt es Kortisol usw. Und ja man kann Menschen auch fitspritzen. In Krankenhäuser bekommen Menschen ununterbrochen Schmerzmittel, der Patient will erst gar nicht warten. Andere Topvereine haben kaum bzw. gar keine Verletze. Ihr dürft mich nicht falsch verstehen, ich will nicht sagen, dass man Verletzte schnell wie möglich behandeln soll und ein gewisses gesundheitliches Risiko damit eingehen soll, nur will ich sagen verschiedene Ärzte haben verschiedene Meinungen und andere Behandlungsansätze. Probiert es selbst aus, geht mal wegen einer dermatologischen Sache zu 5-6 verschiedenen Hautärzten, dann gibt es 5-6 Meinungen…“

  4. Einen kleinen Nachtrag habe ich noch:

    Ich bin immer fassungsloser, wie dieses Thema von den Medien, aber vor allem auch eigenen Fans behandelt wird.
    Das arme Opfer Mull und der böse Katalane Pep!

    Wenn Herrn Müller-Wohlfahrt wirklich jemals etwas an dem Verein und vor allem den Spielern, seinen Patienten, gelegen hätte, dann würde er seinen Job bis zum Saisonende machen!

    Aber für mich ist er ein offensichtlich in seiner Ehre (von wem auch immer im Verein) gekränkter eitler Mensch, der gerade maximale Rache ausübt!!

    Nahezu pervers finde ich auch das Hinzuziehen der „Mull-Pause“ in der Klinsmannphase in den heutigen Medienberichten: auch deswegen wird er heute von großen Teilen der Fans gefeuert, nach dem Motto „der Mull setzt sich gegen alle Sch…Trainer durch“.

    Ein rabenschwarzer FCB-Tag heute für mich!!

    1. Unter Don Jupp wäre das nicht passiert! Es ist für mich nicht nachzuvollziehen, dass seine Personalführung (Spieler, Stab, Stakeholder) nicht entsprechend gewürdigt wurde und wird! Heute (analog zur letzten Saison) in der entscheidenden Phase der CL ( und alles andere zählt NICHT) zu viel Unruhe an der Säbener.

      1. Da muss ich ganz vehement widersprechen!
        Der große Unterschied zwischen 2013 Triple unter Heynckes und 2015 unter Pep ist, dass Don Jupp in der entscheidenden Phase ALLE wichtigen Spieler zur Verfügung hatte und es bis auf T. Kroos KEINEN(!) Verletzten gab. Und die Verletzung von Kroos in der Anfangsphase des CL VF Hinspiels gegen Juve konnte man sogar noch als „glückliche Fügung“ sehen. Diese Verletzung hat Heynckes´ Fehler, zum dem Zeitpunkt Arjen Robben nicht in der Startelf zu berücksichtigen, korrigiert!

        Die 2015er Bayern (wie auch schon 2014) sind eigentlich die wesentlich besseren. Pep hat sie noch einmal extrem weiterentwickelt, bestätigen eigentlich auch alle Spieler!

        Welcher Verein auf der ganzen Welt kann Spieler wie Robben, Ribéry, Schweinsteiger, Martinez, Alaba, Benatia, Pizzaro (auch heute auch noch Lahm) ersetzen, wenn sie alle gemeinsam ausfallen!!??? K E I N E R !!! Zusätzlich müssen Spieler wie Thiago und Lahm, die eigentlich langsam an die Mannschaft herangeführt werden müssten, schon selbst große Verantwortung übernehmen und – wie in Porto geschehen – sogar schon 90 min. durchspielen! Badstuber kommt auch erst langsam wieder!

        Die Verletzungsmisere ist ein Horror! Und ganz ehrlich: bei Ribéry wurde IMHO gepfuscht! Der hätte nach einer Woche wieder kommen sollen, nach dem Donezk-Spiel am 11. März(!) wurde sofort Entwarnung gegeben … und jetzt????
        Und ich denke, dass dieser (Ärzte-)Pfusch das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

        Ich weiß nicht, was ein Don Jupp in der Situation hätte besser machen sollen?

        Eigentlich ist nicht wirklich viel Unruhe an der Säbener – ich finde die Verantwortlichen machen einen tollen Job … aber was M-W jetzt gemacht hat, ist eine Sauerei!! Für mich sehr sehr erstaunlich, dass das nicht mehr so sehen und erkennen können. Ein Arzt(!!) lässt seine Patienten in einer derart entscheidenden Phase einfach im Stich – was ist das für ein eitler Pfau!!! )))-:

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